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Carolin Kebekus fordert mehr Platz für Frauen in der Gesellschaft: "Mit 15 war ich selbst frauenfeindlich"

Archivmeldung vom 26.05.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.05.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Carolin Kebekus (2019)
Carolin Kebekus (2019)

Foto: Urheber
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Komikerin Carolin Kebekus bedauert, dass der Platz für Frauen in vielen gesellschaftlichen Bereichen im Gegensatz zu Männern immer noch begrenzt ist. "Das fängt schon bei den Kindergeschichten an. Wie viele Frauen gibt es bei den Schlümpfen? Eine. Und was kann die? Nichts. Dabei hat jeder Schlumpf ein Talent, nur die Frau hat keins", sagt sie im Podcast "Talk mit K" des "Kölner Stadt-Anzeiger".

Die Kölnerin veröffentlicht im Herbst ein Buch zum Thema mit dem Titel "Es kann nur eine geben" beim Kiwi-Verlag. Sie beobachte auch in ihrer Branche, dass es oft nur Platz für eine weibliche Künstlerin gebe, wohingegen es kein Problem sei, dass viele Männer die gleichen Witze machten. Das sei aber auch in anderen Branchen so.

"Dadurch entsteht beruflich eine krasse Konkurrenz unter Frauen. Und dann entsteht der Ruf, Frauen seien stutenbissig und man könne schwer mit mehr als einer arbeiten. Dabei hat das alles einen Grund", erklärt sie. "Ich war als 15-Jährige selbst frauenfeindlich. Da war ich natürlich das einzig coole Mädchen im männlichen Freundeskreis und fand andere Frauen doof. So wird man halt geprägt. Dabei sind wir mega sozial. Wir sind die Königinnen der Vernetzung." Sie habe leider wenig Hoffnung, dass sich die Verhältnisse schnell ändern, wenn sie etwa auf die rechtliche Situation von Frauen blicke: "Frauen werden immer noch extrem bevormundet, was ihren Körper und die Reproduktion angeht. Bei Abtreibungen dürfen wir die Entscheidung immer noch nicht alleine fällen."

Carolin Kebekus kritisiert Aufarbeitung von Missbrauch in der katholischen Kirche: "Riesiger Eisberg voller Scheiße"

. Die Komikerin Carolin Kebekus kritisiert die in ihren Augen mehr als mangelhafte Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche. "Das ist so ein riesiger Eisberg voller Scheiße. Es ist so absurd, wie die Täter geschützt werden", sagt sie im Podcast "Talk mit K" des "Kölner Stadt-Anzeiger".

Die Kölnerin kündigt an, sich dem Thema auch in ihrer zweiten Staffel der "Kebekus Show" widmen zu wollen, die ab dem 27. Mai in der ARD gezeigt wird. "Ich frage mich, wo die Empörung der Gesellschaft bleibt. Sie ist doch das einzige, was die Opfer noch haben", erklärt die 41-Jährige in Bezug auf die im März veröffentlichte Studie zu Missbrauchsfällen im Kölner Erzbistum und die rasant gestiegene Zahl von Kirchenaustritten in Köln und Region.

"Wäre die Kirche ein Fitnessstudio und da würden so viel Leute austreten, keine Mitgliedsbeiträge mehr zahlen und Trainer gäbe es auch nicht mehr, was würde denn da wohl passieren?", sagt die Komikerin. "In der Kirche scheint das keine Wirkung zu haben bei diesen Männerbünden mit ihren überhöhten Ämtern. Die sind so unantastbar, dass sie sich nicht wirklich damit beschäftigen."

Sie habe Sorge, dass Opfer Angst hätten, an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn Täter strafrechtlich nicht belangt würden. "Alles, was wir an Aufklärung fordern, ist eine Investition in die Zukunft. Wir wollen doch keine Gesellschaft, die sagt: Kindesmissbrauch, komm, in der Kirche ist das was anderes. Nein, ist es nicht."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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