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Italien: Filmzensur abgeschafft

Freigeschaltet am 08.04.2021 um 06:47 durch Anja Schmitt
Kinosaal: illegale Aufnahmen unerwünscht. Bild: flickr/overmundo
Kinosaal: illegale Aufnahmen unerwünscht. Bild: flickr/overmundo

Die Filmzensur in Italien ist abgeschafft worden. Der italienische Kulturminister Dario Franceschini verkündete das Aus für staatliche Eingriffe in die Kinoproduktion, berichtet „The Guardian“ am Mittwoch.

Beim russischen online Magazin " SNA News " ist auf der deutschen Webseite weiter zu lesen: "„Die Kinozensur wurde abgeschafft, das Kontroll- und Interventionssystem, das es dem Staat noch ermöglichte, in die künstlerische Freiheit der Macher einzugreifen, wurde endgültig überwunden“, erklärte Franceschini.

Ihren Ursprung hatte die italienische Filmzensur bereits in der Stummfilm-Ära, als das Zensur-Gesetz 1914 in Kraft trat. Die Aufhebung dieses Gesetzes bedeutet, dass die Behörden jetzt Filme aus politischen, moralischen und religiösen Erwägungen heraus nicht mehr werden verbieten können. Mehr noch. Die Filmschaffenden werden jetzt selbst entscheiden, für welche Altersgruppen ihre Produktionen bestimmt sind.

In jedem konkreten Fall soll der Beschluss von einer 49-köpfigen Kommission bestätigt werden, zu der Vertreter der Filmindustrie sowie Erziehungsexperten und Tierschützer gehören.

725 Filme seit 1944 in Italien zensiert

Seit 1944 wurden in Italien 725 Streifen zensiert. Betroffen waren 274 italienische, 130 amerikanische und 321 Filme sonstiger Produzenten, sie durften in Italien nicht gezeigt werden. Den Argwohn der Aufpasser erregte zuletzt Daniele Ciprìs Streifen „Toto, der zweimal lebte“ (1998), gegen dessen Verleih die katholische Bevölkerung Italiens protestierte.

Auf der vom italienischen Kulturministerium gesponserten Website cinecensura.com sind Dutzende zensierte Filme aufgelistet, darunter „Deutschland im Herbst“ (1978), „Lola“ (1981), „Letzter Tango in Paris“ (1972), „Das Mädchen Irma la Douce“ (1963) und „Schöne des Tages“ (1967). "

Quelle: SNA News (Deutschland)

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