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Iris Berben: "Für viele Frauen bin ich ein rotes Tuch"

Archivmeldung vom 14.11.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.11.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Iris Berben bei der Berlinale 2011
Iris Berben bei der Berlinale 2011

Foto: Siebbi
Lizenz: CC-BY-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

"Diese viel zitierte Frauensolidarität, wo ist sie eigentlich?, fragt Iris Berben im Interview mit dem Frauenmagazin EMOTION. "Ich bin mit wunderbaren, solidarischen Frauen befreundet. Aber für viele Frauen bin ich ein rotes Tuch. Das weibliche Konkurrenzdenken wird leider immer ein Hemmschuh bleiben", sagt die Schauspielerin. Auch mit dem Status Quo der Emanzipation ist die 62-Jährige nicht zufrieden: "Es ist schon ärgerlich, dass wir uns überhaupt wieder über eine Quote unterhalten müssen. Ich selbst bin kein Quotenfreund, weiß aber auch nicht, wie man es besser machen kann."

Der Filmstar nutzt die eigene Prominenz, um sich politisch einzumischen. Über die Kanzlerkandidatur Peer Steinbrücks äußert sich die gebürtige Detmolderin zurückhaltend - obwohl sie der SPD nahesteht: "Sagen wir mal so: Ich habe mich gefreut, dass die SPD endlich für Klarheit gesorgt hat."

Gerade ist das Buch "Ein Jahr - ein Leben" erschienen. In diesem Buch gewährt Iris Berben viele private Einblicke. "Ich habe mich irgendwann in meinem Leben entschlossen, tatsächlich ernsthaft auf die Fragen zu antworten, die man mir stellt", begründet die Gastronomen-Tochter ihre Offenheit. "Damit hätte ich nicht angefangen, wenn ich gewusst hätte, was da alles auf mich zukommt. Ich bewundere Kollegen, die nichts Privates rauslassen. Aber jetzt kann ich keinen Rückzieher mehr machen", so die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin.

Trotz aller Offenheit und Öffentlichkeit beschreibt sie sich grundsätzlich als "scheuen Menschen". "Ich würde nie auf den Gedanken kommen, irgendwo anzurufen und zu bitten, mich auf den Titel zu bringen oder eine bestimmte Rolle spielen zu lassen. Niemals. Auf dem roten Teppich bei Veranstaltungen dränge ich mich nie in die erste Reihe. Oder setze meine Ellenbogen ein. Das finde ich geschmacklos", sagt die Wahlberlinerin, die schon mit 18 Jahren ihre erste Kinohauptrolle spielte.

Auch ihr Sohn Oliver ist im Filmbusiness als TV-Produzent erfolgreich. Mütterliche Ratschläge sind nicht erwünscht. "Wenn ich damit anfange, kriege ich gleich einen drüber. Inzwischen finde ich es ganz wunderbar, dass sich mein Sohn von mir emanzipiert hat", sagt Iris Berben im EMOTION-Interview.

Quelle: EMOTION Verlag GmbH (ots)

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