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NDR trennt sich von Fernsehredakteur Rapior

Archivmeldung vom 31.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der NDR hat sich am Mittwoch, 31. März, endgültig von seinem Mitarbeiter Gerd Rapior getrennt. Der Fernsehredakteur hat selbst fristlos gekündigt, um einer bereits vorbereiteten fristlosen Kündigung durch den NDR zuvorzukommen. Daraufhin wurde das Arbeitsverhältnis mit Rapior mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Gleichzeitig endet auch die Gehaltszahlung. Eine Abfindung wird nicht gezahlt. Rapior hatte eingeräumt, nicht genehmigte Nebentätigkeiten ausgeübt und somit in gravierender Weise gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen und Interessen des NDR verstoßen zu haben.

Friedrich-Wilhelm Kramer, Direktor des NDR Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, betonte erneut, dass solche Nebentätigkeiten mit einer glaubwürdigen und unabhängigen journalistischen Arbeit nicht vereinbar seien. Zum weiteren Verfahren sagte Kramer: "Wir prüfen gemeinsam mit dem Landesrundfunkrat Schleswig-Holstein Berichte, die Rapior selbst erstellt hat und die in seiner Verantwortung als Tages- oder Nachrichtenredakteur gesendet wurden. Dabei werden auch die redaktionellen Abläufe und Kontrollmechanismen nochmals im Detail und am Beispiel dieses Falles erörtert." Der NDR werde die Staatsanwaltschaft bei den laufenden Ermittlungen weiter in jeder Hinsicht unterstützen und habe nach wie vor größtes Interesse an einer umfassenden Aufklärung, so Kramer.

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk

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