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Nach tödlichen Schüssen am Filmset Ermittlungen auf Hochtouren

Archivmeldung vom 26.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Kriegstrauma: Der per Gesetz legalisierte Mord an Mitmenschen ist und bleibt Mord an Mitmenschen. Die Seele der Soldaten nimmt immer Schaden (Symbolbild)
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Bild: Eigenes Werk /OTT

Nach den tödlichen Schüssen an einem Filmset im US-Bundesstaat New Mexico laufen die Ermittlungen auf Hochtouren - und bringen neue Details hervor. Das Promi-Portal TMZ berichtet unter Berufung auf den Schauspieler Ian Hudson, am Filmset habe es einige Merkwürdigkeiten gegeben.

So sei die Kamera in den Waffenszenen durch eine spezielle Barriere, bei der es nur für die Linse eine Art Guckloch gibt, geschützt gewesen - nicht aber die Menschen hinter und vor der Kamera. Er habe bei seinem letzten Dreh einige Tage vor dem tödlichen Unglück, in dem er filmisch erschossen wird, reale Angst verspürt, weil er wusste, dass echte Waffen auf ihn gerichtet waren. Beim Abfeuern habe er den Luftstoß verspürt.

Die erfahrenen Schauspieler am Set hätten ihre Waffen zwei- oder dreimal geprüft, und das nachdem sie sie von der Waffenmeisterin bekommen hätten. Niemand am Set habe mit den Waffen herumgespielt, wenn die Kameras nicht liefen, so Hudson. Die Waffenmeisterin und ein Regieassistent stehen nun im Fokus der Ermittlungen, weil sie für die geladene Waffe verantwortlich waren, mit der Hauptdarsteller Alec Baldwin bei den Proben für eine Filmszene die Kamerafrau versehentlich erschoss und den Regisseur verletzte. Laut neuen Ermittlungsdokumenten, aus denen die "Los Angeles Times" zitiert, übte Baldwin gerade, die Pistole aus der Halterung zu ziehen und auf die Kamera zu zielen, als sich der Schuss löste. Die getötete Kamerafrau und der verletzte Regisseur standen direkt hinter der Kamera.

Der Regieassistent soll Baldwin nach Angaben von Zeugen ausdrücklich gesagt haben, dass es sich um eine "kalte Waffe" handele. Mittlerweile ist auch bekannt, dass sechs Mitglieder der Filmcrew erst kurz vor dem Unglück das Set verlassen hatten, nachdem sie sich bei der Produktionsfirma über schlechte Bezahlung und die Unterkunft beschwert hatten. Dass überhaupt am Filmset echte, wenn auch in der Regel ungeladene Waffen benutzt werden, löst bei vielen Kommentatoren Unverständnis aus - vor allem im Ausland. In den USA werden immer wieder echte Pistolen benutzt, wenn beispielsweise Nahaufnahmen das Nachladen zeigen. Weil viele US-Bürger ganz legal Schusswaffen besitzen, sind in den Staaten die Ansprüche an die Authentizität entsprechender Szenen höher als anderswo.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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