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Christoph Maria Herbst "Nirgendwo habe ich so viele Strombergs gesehen wie bei der Bank"

Archivmeldung vom 14.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Christoph Maria Herbst bei der Deutschlandpremiere von "King Ping", in Wuppertal, am 29. Oktober 2013
Christoph Maria Herbst bei der Deutschlandpremiere von "King Ping", in Wuppertal, am 29. Oktober 2013

Foto: 9EkieraM1
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Film" (Kinostart: 20. Februar) schickt Christoph Maria Herbst seinen gefeierten Serienhelden auf die Leinwand - und vermutlich in den Ruhestand. "Mit dem Film machen wir den Sack zu", kündigt Herbst im Gespräch mit TV Movie (Heft 05/2014)an. "Ich bin einerseits fertig mit dem Kerl - andererseits ist er eine wunderbare Figur, nach der du dir als Schauspieler alle Finger leckst." Tatsächlich habe er den Büro-Stinkstiefel ins Herz geschlossen. "Bernd Stromberg ist doch ein Fleisch gewordener Schrei nach Liebe. Er war und ist für mich einer, den ich in den Arm nehmen möchte, um ihm gleichzeitig in den Hintern zu treten."

Als gelernter Bankkaufmann hält Herbst die gezeigten Büroverhältnisse für sehr realistisch: "Allemal realistischer, als 'Bauer sucht Frau' das Landleben zeigt. Nirgendwo sonst habe ich so viele Strombergs rumlaufen sehen wie bei der Bank."

Um eine Hintertür für Strombergs Zukunft offen zu lassen, dockt der Büro-Macho im Film an die SPD an. "Als Besserverdiener, der sich zur gesellschaftlichen Elite zählt, habe ich Bernd Stromberg immer bei der FDP verortet", erzählt Herbst. "Aber vor dem Filmdreh wurde es für die immer enger, da sind wir zu den Sozis, war sicherer."

Ob Strombergs Zukunft also vielleicht doch in der Politik liegt, hängt nicht zuletzt vom Filmerfolg ab. "Jetzt muss der Film, der von vielen unserer Fans per Crowdfunding kofinanziert wurde, erst mal gut im Kino laufen", sagt Christoph Maria Herbst. "Ich persönlich habe Bernd eine Menge zu verdanken - er mir aber auch."

Christoph Maria Herbst: "Als Politiker muss man bisschen Stromberg sein"

Der Schauspieler Christoph Maria Herbst hätte sich für sein Alter Ego, den Versicherungs-Abteilungsleiter Bernd Stromberg aus der gleichnamigen Comedyserie, auch eine politische Karriere vorstellen können. "Als Politiker muss man wohl eh ein bisschen Stromberg sein", sagte Herbst der "Welt". Für den 47-Jährigen, der sich zehn Jahre nach dem Start der ProSieben-Serie mit einem Kinofilm von seinen Fernsehzuschauern verabschiedet, ist nun auch ein persönlicher Lebensabschnitt vorbei. "Das ist wie eine Beziehung, die zu Ende geht", sagte Herbst. "Wenn man zehn Jahre mit jemandem zusammen ist, da kann es noch so hässlich enden, es bleibt immer ein Jahrzehnt."

Christoph Maria Herbst ist vom 20. Februar an in "Stromberg - Der Film" in deutschen Kinos zu sehen. Dass ein Format wie die Serie über den "fiesesten Chef der Welt" im Fernsehen heute noch einmal möglich wäre, glaubt er nicht. "Auch ProSieben ist ja zunehmend renditegetrieben", sagte der Schauspieler. "Ein anderer Sender würde mir auch nicht einfallen."

Herbst blickt dankbar auf die vergangenen zehn Jahre zurück. "Mir hat `Stromberg` viele Türen geöffnet", sagte er, "mehr jedenfalls, als er sie versperrt hätte." Eine neue Karriere als "Tatort"-Kommissar kann sich Christoph Maria Herbst eher nicht vorstellen. "Bisher ist noch keiner auf mich zugekommen", sagte der er. "Ich weiß nicht, wie ich mich dann verhalten würde." Er müsse aber auch sagen: "Mir fällt auch kaum eine Region ein, die noch `Tatort`-frei wäre." Außerdem müsste "nicht auch noch jede Stadt unter 200.000 Einwohnern in Deutschland einen eigenen `Tatort` kriegen."

Quelle: Bauer Media Group, TV Movie (ots) / dts Nachrichtenagentur

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