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"Tagesschau" dreht Redaktionsreform zurück

Archivmeldung vom 22.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

ARD-aktuell ist mit dem Plan gescheitert, TV- und Onlineredakteure in einem gemeinsamen Newsroom unterzubringen. Nach MEEDIA.de-Informationen wurde ein entsprechender Test bereits vor Ablauf der vierwöchigen Versuchsphase abgebrochen. Immerhin geklappt hat die Integration der "Tagesschau"-Teams, die fürs Erste arbeiten, mit ihren Kollegen von EinsExtra. Damit hat der ARD-Newskanal endgültig seine Parallelwelt verlassen, in der er bis zuletzt schleichend aufgebaut wurde.

Die "Tagesschau" und "EinsExtra Aktuell" werden sich künftig einen einzigen Newsroom teilen, beide Chefs vom Dienst zudem direkt nebeneinander sitzen und Kanal wie Einzelausgaben produzieren - in enger Abstimmung. EinsExtra verlässt damit endgültig seine Aufbauphase und geht in den Regelbetrieb.

Völlig gescheitert ist hingegen der Plan, die Online-Redakteure von ARD-aktuell aus ihrer Isolation zu befreien. Wie Beteiligte sagen, passten beide Kulturen nicht zueinander. Die Onliner der "Tagesschau" seien insgesamt zu laut, weil sie in ihrem eigenen Newsroom schon mal rasch über Tische hinweg per Zuruf kommunizierten. Obwohl die Redakteure in der vierwöchigen Testphase mehrere Anordnungen ausprobierten, bekamen sie das Problem "Lautstärke" nicht in den Griff: Erst zogen die Onliner von den Thementischen ihrer TV-Kollegen in eine eigene separate Ecke des Newsrooms und schließlich wieder in ihre eigenen Räume. Und das bereits, bevor die Testphase offiziell auslief. Synergie ade!

Quelle: MEEDIA.de

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