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Jörg Pilawa kann Aufregung über Greta Thunberg nicht nachvollziehen

Archivmeldung vom 23.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Jörg Pilawa (2018)
Jörg Pilawa (2018)

Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Moderator Jörg Pilawa hat kein Verständnis für die teilweise heftige Kritik, die der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg im Internet entgegenschlägt. "Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie man sich über jemanden wie Greta aufregen kann. Ich glaube, die Aufregung kommt auch nur daher, weil wir alle wissen, dass sie recht hat", sagte Pilawa dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Bei sich zu Hause sei der Klimawandel ein großes Thema: Seit Jahren fliege er selbst nicht mehr innerdeutsch, nehme immer die Bahn. "Aber umgekehrt verlange ich natürlich auch von meinen Kindern, dass sie sich ähnlich verhalten: Sie können nicht freitags zur Demo gehen, dann aber samstags mit dem Auto irgendwo hinkutschiert werden wollen, statt das Fahrrad zu nehmen." Für 2020 wünscht sich der Moderator eine "komplett neue Diskussionskultur" in Deutschland. "Ich finde es toll, in einem Land zu leben, wo jeder zu jeder Zeit alles sagen kann. Aber zu einer guten Diskussion gehört auch die Fähigkeit, zuzuhören. Und das passiert nicht mehr. Außerdem reagieren wir viel zu reflexartig. Auf alles muss sofort reagiert werden."

Das habe natürlich mit der Digitalisierung zu tun – bekomme man heutzutage eine Whatsapp, müsse man sofort drauf antworten. "Ich bin da ganz anders: Ich habe heute einen Freund angerufen, der mir vor drei Wochen eine Whatsapp geschrieben hat, und seine erste Reaktion war: `Das dauert bei dir ja so lange wie früher, als man noch Postkarten verschickt hat.` Was ich damit sagen will: Ich glaube, man sollte sich manchmal einfach etwas mehr Zeit nehmen, überlegt zu reagieren. Das würde uns politisch und gesellschaftlich guttun."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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