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Caroline Link: "Manchmal hatte ich das Gefühl, am Sandkastenrand ohnmächtig zu werden"

Archivmeldung vom 12.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Bild: Günter Havlena / pixelio.de
Bild: Günter Havlena / pixelio.de

Oscar-Preisträgerin Caroline Link - Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Regisseurinnen, ihr Film "Exit Marrakech" läuft in diesen Wochen erfolgreich in den Kinos. 2003 bekam Caroline Link einen Oscar für "Nirgendwo in Afrika" - und erregte großes Ausehen, auch, weil sie wegen ihrer kleinen Tochter nicht zur Verleihung nach Los Angeles flog. Die Zeitschrift ELTERN sprach für ihre aktuelle Ausgabe exklusiv mit der heute 49-Jährigen.

Caroline Link in ELTERN über die Zwickmühle zwischen Muttergefühlen und wichtigen Job-Entscheidungen: "Ich finde, dass Kinder Zeit brauchen mit ihren Eltern. Das, was meine Tochter auf dem Herzen hat, erzählt sie mir nicht, wenn ich frage: Wie geht es dir? Das erzählt sie mir plötzlich im Supermarkt an der Wursttheke oder auf einer langen Autofahrt. Das heißt aber nicht, dass man sich nicht von der Stelle rühren darf. Als ich 'Exit Marrakech' gedreht habe, war ich drei Monate in Marokko. Aber da sage ich nicht: Schatz, es tut mir so leid, ich muss jetzt wegfliegen, um Geld zu verdienen. Sondern: Ich möchte da hin, das macht mir so einen Spaß! Diese Botschaft finde ich besonders für Töchter wichtig: dass man einen Beruf haben kann, für den man brennt!"

... über heutige Erziehungsstile: "Viele Eltern scheinen in einem Wettbewerb zu stehen, wer es am besten macht. Mein Gefühl ist, dass Kinder so etwas Besonderes geworden sind, dass man sich viel zu viele Gedanken um Erziehungstheorien macht, zuweilen auf Kosten der Intuition. Das nimmt absurde Ausmaße an."

... über ihr eigenes Muttersein: "Ich hatte vor Pauline ein sehr erfülltes, buntes Leben! Und es war eine unglaubliche Umstellung, von dieser jahrzehntelangen Selbstbestimmung aufs Muttersein umzuschalten. Und das dann natürlich auch wieder perfekt machen zu wollen. Manchmal hatte ich das Gefühl, gleich am Sandkastenrand ohnmächtig zu werden - weil ich so erschöpft war davon, ständig auf mein Kind zu starren."

Quelle: Gruner+Jahr, ELTERN (ots)

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