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Forscher töten Krebszellen mit Nano-Robotern

Archivmeldung vom 13.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Strukturmodell eines Ausschnitts aus der DNA-Doppelhelix (B-Form) mit 20 Basenpaarungen
Strukturmodell eines Ausschnitts aus der DNA-Doppelhelix (B-Form) mit 20 Basenpaarungen

Foto: Michael Ströck (mstroeck)
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Amerikanische und chinesische Biochemiker haben aus DNA-Strängen Nanoroboter entwickelt, die Krebszellen erkennen und ihnen die Nahrung entziehen können, indem sie in den benachbarten Blutgefäßen Blutgerinnsel schaffen. Das geht aus einem Artikel hervor, den das Fachmagazin „Nature Biotechnology“ am Montag auf seiner Webseite veröffentlichte.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt weiter: "„Wir haben die ersten autonomen Roboter aus DNA-Molekülen geschaffen, die sehr genau bestimmte Medikamentenarten ins Innere der Geschwulst bringen können. Diese Behandlung kann bei der Bekämpfung einer riesigen Zahl von festen Anwüchsen eingelegt werden, weil die Blutgefäße, die sie ernähren, ähnlich funktionieren und eine ähnliche Struktur haben“, teilte einer der Wissenschaftler, Hao Yan von der Arizona State University, mit.

In den letzten Jahren haben Biochemiker Dutzende verschiedene Geräte aus kürzeren DNA-Einzelsträngen geflochten, von Zangen und Systemen, die Arzneimittel in bestimmte Körperzellen liefern, bis zu primitiven „Transformer“-Robotern und einfachen Computern.

Das Forscherteam baute in die Struktur solcher Roboter besondere DNA-Moleküle ein, wonach sie Krebszellen töten konnten.

„Nanoroboter, wenn in Körper gesunder Mäuse oder Minischweine eingeführt, zeigen sich nicht und bleiben inert, ohne die Gerinnbarkeit des Blutes oder die Eigenschaften seiner Zellen zu verändern. Das bedeutet, dass sie für gesundes Körpergewebe von Mäusen und größeren Tieren völlig ungefährlich sind“, so Yan."

Quelle: Sputnik (Deutschland)