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Allgemeine Gesundheits-Checks bringen nichts

Archivmeldung vom 19.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Stethoskop: Allgemeinchecks nicht immer sinnvoll. Bild: pixelio.de, Andrea Damm
Stethoskop: Allgemeinchecks nicht immer sinnvoll. Bild: pixelio.de, Andrea Damm

Ein Arztbesuch für eine allgemeine Untersuchung führt laut dem Nordic Cochrane Centre nicht dazu, dass eine zu behandelnde Krankheit diagnostiziert wird. In der Folge kommt es laut dem Team um Lasse Krogsbøll viel wahrscheinlicher zu unnötigem Stress. Die Experten haben die Daten von mehr als 180.000 Patienten ausgewertet und fordern, dass derartige allgemeine Untersuchungen gar nicht mehr angeboten werden sollten. Details der Studie wurden in der Cochrane Library veröffentlicht.

Die allgemeinen Untersuchungen haben laut den Wissenschaftlern zu keiner Verringerung der Todesfälle durch Krebs oder Herzerkrankungen geführt. In England werden derartige Untersuchungen zum Beispiel kostenfrei für Personen zwischen 40 und 74 Jahren angeboten. Ziel der 2009 gestarteten Initiative ist das Erkennen von Herzerkrankungen, Schlaganfällen und Diabetes durch die Suche nach stillen Risikofaktoren wie hohem Blutdruck und hohen Cholesterinwerten.

Experten gingen bisher davon aus, dass durch diese Untersuchungen pro Jahr bis zu 650 Leben gerettet werden können. Die Studie legt jedoch nahe, dass diese Routineuntersuchungen reine Zeitverschwendung sein könnten. Verantwortlich dafür ist laut den Fachleuten, welche Art von Menschen das Angebot einer derartigen Untersuchung überhaupt annimmt. Es sind wahrscheinlich eher jene, denen es gesundheitlich ohnehin gut geht und die auch auf sich achten.

Vor- und Nachteile abwägen

Jene, die wirklich einem hohen Risiko ausgesetzt sind, wird man eher nicht in den Arztpraxen finden, so der Schluss. Denkbar sei auch, dass wirkliche Gesundheitsprobleme zu einem ganz anderen Zeitpunkt erkannt werden. Das könnte zum Beispiel dann der Fall sein, wenn tatsächlich Symptome auftreten. Laut Krogsbøll ist das eine wahrscheinliche Erklärung dafür, dass die Ärzte bei der Prävention ohnehin gute Arbeit leisten.

"Unsere Daten legen nahe, dass allgemeine Untersuchungen eher nichts bringen. Wir sagen damit aber nicht, dass Ärzte beim Bestehen eines Krankheitsverdachtes keine Tests durchführen sollten. Ein systematisches Angebot von Routineuntersuchungen halten wir jedoch nicht für sinnvoll." Jedes dieser Screening-Programme sei sorgfältig auf die Vor- und Nachteile zu überprüfen. Dazu gehörten zum Beispiel auch Angstgefühle und ein Zuviel an Behandlung.

Quelle: www.pressetext.com/Michaela Monschein

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