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Immunsystem erinnert sich: Einfache Erkältung kann vor Covid-19 schützen

Archivmeldung vom 13.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Hintergrund: Sascha Kohlmann, Flickr, CC BY-SA 2.0; Grippekranke: Pixabay; Komposition: Wochenblick/Eigenes Werk
Bild: Hintergrund: Sascha Kohlmann, Flickr, CC BY-SA 2.0; Grippekranke: Pixabay; Komposition: Wochenblick/Eigenes Werk

Laut kürzlich in „Nature“ veröffentlichten Studienergebnissen, können natürlich erworbene Abwehrkräfte gegen eine Erkältung auch einen Schutz vor Covid-19 bieten. Man spricht dabei von „Kreuzimmunität“. Darüber berichtet das Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet das Magazin: "Forscher stellten fest, dass Personen, die nach einer Erkältung mit Corona-Viren bestimmte T-Zellen ausgebildet haben, weniger anfällig für Covid-19 waren. Das Immunsystem hat demnach ein „Gedächtnis“. Die Erkenntnisse über die Funktionsweise der T-Zellen will man bei der Entwicklung neuer Impfstoffe berücksichtigen, die für eine länger Immunität sorgen und auch vor neuen Virus-Varianten schützen sollen.

Immunsystem hat Gedächtnis

Da Covid-19 durch eine Art von Corona-Virus verursacht wird, fragten sich Experten, ob die Immunität gegen das eine, auch beim anderen helfen könnte. Das Team des Imperial College London wollte besser verstehen, warum einige Patienten, nachdem sie einen Virus ausgesetzt waren, an Covid-19 erkranken und andere nicht. Sie konzentrierten sich bei ihrer Forschung auf die T-Zellen, die eine wichtige Rolle im Immunsystem spielen. T-Zellen sind eine Art weißer Blutkörperchen, die dabei helfen, den Körper vor Infektionen zu schützen. Sie eliminieren „gefährdete Zellen“, etwa solche, die mit einem Erkältungsvirus infiziert sind. Einige T-Zellen bleiben nach der Erkältung im Körper, als eine Art „Gedächtnis“, um beim nächsten Virus-Kontakt eine Abwehr dagegen aufzubauen.

Alte T-Zellen werden aktiv

Für die Studie wurden 52 impffreie Personen ausgewählt, die in unmittelbarer Nähe zu kürzlich positiv auf Covid-19 getesteten Menschen lebten. Blutproben wurden innerhalb von sechs Tagen, nachdem sie dem Virus ausgesetzt waren, entnommen. Die Forscher wollten daraus den „Spiegel“ bereits vorhandener T-Zellen analysieren, die auch Covid-Proteine erkennen. Während des 28-tägigen Studienzeitraums bekam die Hälfte davon Covid-19, die andere Hälfte nicht. Letztere wiesen einen deutlich höheren Wert der „kreuzreaktiven“ T-Zellen auf. Es sei aber sehr unwahrscheinlich, dass jeder, der an Covid-19 starb oder ernsthaft erkrankte, davor nie eine Erkältung hatte, die von einem Corona-Virus ausgelöst wurde, sagen die Studienautoren. Man dürfe auch nicht davon ausgehen, dass jeder, der kürzlich eine Erkältung hatte, automatisch vor Covid-19 geschützt sei. Denn nicht alle Erkältungen werden durch Corona-Viren verursacht. Sie machen nur 15 % der Erkältungen aus, heißt es.

Grundlage für neue Impfstoffe

Professor Ajit Lalvani, Hauptautor der Studie und Direktor der Forschungsabteilung für Atemwegs-Infektionen am Imperial College vom London, dazu: Die T-Zellen bieten Schutz, indem sie Proteine innerhalb des Virus attackieren, nicht das Spike-Protein an der Virus-Oberfläche – wie das bei den jetzt eingesetzten mRNA-Gen-Behandlungen der Fall ist. „Neue Impfstoffe, die diese konservierten, internen Proteine enthalten, würden daher weitgehend schützende T-Zell-Antworten auslösen, die vor aktuellen und künftigen SARS-CoV-2-Varianten schützen sollen“, sagte er.

Falscher Ansatz bei jetzigen Gen-Behandlungen

Auch Dr. Simon Clarke, von der Universität Reading, ist dieser Meinung: die Studie sei zwar sehr klein gewesen, dennoch habe sie zum Verständnis beigetragen, wie das Immunsystem Viren bekämpft . Das helfe bei der Entwicklung künftiger Impfstoffe. Bei den aktuellen Impfstoffen habe man sich auf das Spike Protein konzentriert, das sich auf der Virus-Oberfläche befinde. Doch dieses Spike Protein könne sich bekanntlich verändern. Bei Omikron etwa weist es über 30 „Mutationen“ gegenüber den früheren Varianten auf."

Quelle: Wochenblick

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