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Syphilis bei Dialyse-Patienten drei Mal so häufig

Archivmeldung vom 17.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Höheres Krankheitsrisiko bei Dialyse-Patienten.
Höheres Krankheitsrisiko bei Dialyse-Patienten.

Bild: pixelio.de, Schwert

Syphilis ist in den USA wie andere sexuell übertragene Krankheiten auf dem Vormarsch. Forscher des Medical College of Georgia haben jetzt erstmals die Zahl der Syphilis-Erkrankungen bei Patienten mit Nierenversagen untersucht. Laut den im "Clinical Kidney Journal" veröffentlichten Ergebnissen tritt diese Erkrankung bei dieser Personengruppe drei Mal so häufig auf wie in der Allgmeinbevölkerung.

Syphilis-Test empfohlen

Bei einer Erkrankung mit Neurosyphilis können das Gehirn und das gesamte Zentralnervensystem vom Bakterium in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Bandbreite der möglichen Symptome reicht von symptomfrei bis zu tödlich. Diese Form war die zweithäufigste Form dieser Erkrankungen, die im Rahmen dieser Studie nachgewiesen werden konnten.

Basierend auf dem Forschungsergebnis empfehlen die Wissenschaftler, dass bei jedem Dialyse-Patienten mit Anzeichen von Verwirrung ein Syphilis-Test durchgeführt werden sollte. Vor allem, betont die Expertin für Infektionserkrankungen, Stephanie L. Baer, da es sich bei Syphilis um eine behandel- und verhinderbare Erkrankung handelt.

Risiko zu wenig bekannt

Laut der korrespondierenden Autorin Baer besteht das größte Problem darin, dass die meisten Betroffenen sich des Risikos nicht bewusst sind und daher weder getestet noch behandelt werden. Dabei würde bei einer früh behandelten Syphilis bereits eine einzelne Dosis Penicillin ausreichen.

Patienten im Endstadium einer Nierenerkrankung wüssten, so die Forscherin, wahrscheinlich nicht, dass bei ihnen ein zusätzlich erhöhtes Risiko besteht. Diese Erhöhung ist auf ein vermehrtes Auftreten assoziierter Faktoren, wie HIV-Infektionen oder andere Infektionen wie Hepatitis oder Herpes zurückzuführen, die laut Mitautor Stan Nahman ihrerseits die Nieren schädigen können.

Die Forscher haben Daten von 759.066 Patienten für den Zeitraum von 2004 bis 2010 ausgewertet. Dafür griffen sie auf das United States Renal Data System zurück. Dabei zeigte sich, dass 383 Personen unter Syphilis litten. Dieser Wert ist drei Mal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung. 83 Patienten waren dabei an einer Neurosyphilis erkrankt.

Quelle: www.pressetext.com/Moritz Bergmann

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