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Osteopathie-Kongress: Nur ein Berufsgesetz schafft Transparenz und Rechtssicherheit

Archivmeldung vom 19.09.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.09.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
450 Osteopathinnen und Osteopathen trafen sich vom 16.-18.9. zum internationalen Osteopathiekongress in Bad Nauheim. Bild: Verband der Osteopathen Deutschland e.V. Fotograf: VOD
450 Osteopathinnen und Osteopathen trafen sich vom 16.-18.9. zum internationalen Osteopathiekongress in Bad Nauheim. Bild: Verband der Osteopathen Deutschland e.V. Fotograf: VOD

Die Zahlen sprechen für sich: Rund 15 Millionen Menschen in Deutschland haben sich schon osteopathisch behandeln lassen. Etwa 10.000 nichtärztliche Osteopathinnen und Osteopathen sind hierzulande tätig. Gleichzeitig sind Ausbildungsstandards, Ausübung und Berufsbezeichnung nicht gesetzlich geregelt. Das kritisierte Prof. Marina Fuhrmann, Vorsitzende des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V., beim 23. internationalen Osteopathiekongress in Bad Nauheim, bei dem sich 450 hochqualifizierte Experten vom 16. bis 18. September weiterbildeten.

"Nur ein Berufsgesetz bietet die Garantie einheitlicher Standards, um die notwendige, hohe Qualität der Osteopathie überprüfbar gewährleisten zu können; nur ein Berufsgesetz schafft Transparenz und Rechtssicherheit für Patienten und Osteopathen", sagte Prof. Fuhrmann und verwies darauf, dass sich die Osteopathie seit mehr 25 Jahren auf dem zweiten Gesundheitsmarkt wirtschaftlich erfolgreich etabliert hat. "Sie sichert ca. 15 000 Arbeitsplätze - Tendenz steigend -, hat ein Umsatzvolumen von rund einer Milliarde Euro jährlich, erwirtschaftet rund 350 Millionen Steuern pro Jahr und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten und therapeutischen Berufen funktioniert."

Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, sind 90 Prozent der Patientinnen und Patienten mit osteopathischen Behandlungen zufrieden, viele empfehlen Osteopathie im Freundes- und Bekanntenkreis weiter und 80 Prozent finden eine berufsgesetzliche Regelung wichtig oder sehr wichtig. Umso wichtiger, dass das Bundesgesundheitsministerium der einstimmigen Empfehlung der Bundesländer nachkomme, ein Berufsgesetz für Osteopathie zu prüfen, unterstrich Prof. Fuhrmann.

Der dreitägige Kongress in Bad Nauheim bot nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder die Gelegenheit zur Weiterbildung bei Referenten aus den USA, Kanada, Lettland und Deutschland. Auch der persönliche Austausch unter Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet wurde geschätzt.

Hintergrund: Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der Diagnostik und Behandlung mit den Händen erfolgen. Osteopathie geht dabei den Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner Gesamtheit. Osteopathie ist bei vielen Krankheiten sinnvoll und behandelt vorbeugend.

Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. wurde als Fachverband für Osteopathie 1994 in Wiesbaden gegründet. Als erster und mit mehr als 5700 Mitgliedern größter Berufsverband verfolgt der VOD im Wesentlichen folgende Ziele: Er fordert den eigenständigen Beruf des Osteopathen auf qualitativ höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf, informiert sachlich und neutral und betreibt Qualitätssicherung im Interesse der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen. Rund zwei Millionen Besucher informieren sich jedes Jahr auf osteopathie.de. Rund 100 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie.

Quelle: Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (ots)

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