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Hilfsverbände und Kirchen gegen Verteilung von Pferdefleisch-Produkten an Arme

Archivmeldung vom 22.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: s.media / pixelio.de
Bild: s.media / pixelio.de

Karitative Einrichtungen in Deutschland sind empört über die Forderung, die falsch etikettierten Tiefkühlprodukte, die Pferdefleisch enthalten, an Bedürftige zu verteilen. Matthias Kopp, Sprecher der deutschen Bischofskonferenz, sagte der "Bild"-Zeitung: "Der Vorschlag ist respektlos gegenüber Bedürftigen. Qualitative Mindeststandards muss jeder Bedürftige erhalten. Wer so etwas vorschlägt, kann nur Kopfschütteln auslösen."

Auch Christian Bakemeier, Geschäftsführer der Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission, lehnt den Vorschlag ab: "Es ist `bedürftigen` Menschen nicht zuzumuten, sich von nicht mehr verkäuflichen Lebensmitteln zu ernähren. Dass immer mehr Menschen darauf angewiesen sind, sich von gespendeten Lebensmitteln zu ernähren oder mit gebrauchter Kleidung einzukleiden, sollte von der Politik lieber zum Anlass genommen werden, sich Gedanken über die Lösung der weiter bestehenden Armutsprobleme in unserem Land zu machen. Diese auch nur punktuell mit der Verteilung von Pferdefleisch-Lasagne lösen zu wollen ist zynisch und menschenunwürdig."

Beim Hilfswerk Misereor befürchtet man, dass das in den falsch beschrifteten Produkten enthaltene Pferdefleisch mit gefährlichen Medikamenten-Rückständen belastet sein könnte. Sprecher Ralph Allgaier: "Damit ist eine Weitergabe an Bedürftige nicht zu verantworten."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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