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Bäckerhandwerk warnt vor steigenden Brotpreisen

Archivmeldung vom 20.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Cornelia Menichelli / pixelio.de
Bild: Cornelia Menichelli / pixelio.de

Die Deutschen müssen sich auf höhere Brotpreise einstellen. Grund sind die steigenden Rohstoffpreise: Allein gegenüber Dezember 2011 hat sich der Preis für eine Tonne Brotweizen nach Angaben des Verbandes Deutscher Mühlen (VDM) um rund 70 Euro auf 270 Euro erhöht. "Diese Belastung müssen wir weitergeben, sonst sind die Mühlen pleite", sagte VDM-Hauptgeschäftsführer Manfred Weizbauer der "Welt am Sonntag.".

Und auch das nächste Glied in der Kette, die Bäcker, kündigen bereits Preiserhöhungen an. "Mittelfristig werden wir die Preise anpassen müssen", sagte Amin Werner, Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, gegenüber der "Welt am Sonntag" Denn bei Standardartikeln wie Brot und Brötchen entfallen in kleinen Handwerksbetrieben zwischen 18 und 25 Prozent der Kosten auf Mehl und andere Rohstoffe.

Auslöser dieser Entwicklung ist die Dürre in den USA sowie weiten Teilen Russlands und der Ukraine. Sie hat in den vergangenen Wochen dazu geführt, dass die Preise für Weizen, Mais und Soja drastisch gestiegen sind. Teilweise haben sie sogar die Rekordstände vom Sommer 2008 übertroffen, als eine Spekulationsblase die Preise in die Höhen getrieben hatte. Allerdings ist noch

nicht ausgemacht, ob die höheren Rohstoffpreise auch bei anderen Produkten auf die Verbraucher durchschlagen. "Die Hersteller können steigende Rohstoffpreise nur bedingt weitergeben, denn in der Lebensmittelwirtschaft gibt es ein Ungleichgewicht zwischen Handel und Industrie", sagt Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes, gegenüber der "Welt am Sonntag". Dies führte in der Vergangenheit dazu, dass Hersteller größtenteils auf den höheren Rohstoffkosten sitzen blieben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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