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Holländische Erdbeeren auf Wochenmärkten als deutsche deklariert

Archivmeldung vom 03.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: aboutpixel.de / Erdbärig 7 © Peter Smola
Bild: aboutpixel.de / Erdbärig 7 © Peter Smola

Händler auf Wochenmärkten bieten Importware aus Holland als deutsche Erdbeeren zum Verkauf an. Über diese Form der Verbrauchertäuschung berichtet das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin "Markt" im NDR Fernsehen am Montag, 3. Mai, um 20.15 Uhr. "Markt"-Reporter bekamen auf norddeutschen Wochenmärkten immer wieder Erdbeeren aus Deutschland zum Kauf angeboten, obwohl in Norddeutschland die Erdbeerernte wegen der kalten Witterung noch gar nicht begonnen hat.

Die Ware, die in Norddeutschland verkauft wird, kommt vom Großmarkt. "Derzeit gibt es keine Erdbeeren aus Deutschland", so der Fruchthändler Ingo Braatz vom Großmarkt in Bremen in "Markt". "Zwar hat die Erdbeerernte in Baden-Württemberg gerade angefangen, aber das sind so geringe Mengen, die gelangen gar nicht bis auf die Wochenmärkte in Norddeutschland." Im niedersächsischen Langförden bei Cloppenburg werden Erdbeeren im Gewächshaus gezogen. Selbst dort fanden die Reporter von "Markt" nur auf einem einzigen Betrieb, dem Erdbeerhof Osterloh, reife Beeren: 600 Kilogramm, als Delikatesse bestimmt für Abnehmer im Hamburger Umland.

Ein 500-Gramm-Schälchen Erdbeeren aus deutscher Ernte kostet durchschnittlich 50 Cent mehr als Importware aus den Niederlanden. Das macht einen Preisunterschied von 15 Prozent. Viele Kunden sind bereit, für Erdbeeren aus der Region mehr zu bezahlen. Auf dem Wochenmarkt haben sie so gut wie keine Möglichkeit zu erkennen, ob sie wirklich deutsche Ware für ihr Geld bekommen. Eine korrekte Auszeichnung der Ware fehlt an den meisten Verkaufsständen. "Die Erdbeeren stehen da ohne jede Kennzeichnung. Dabei ist zwingend vorgeschrieben, bei frischem Obst und Gemüse das Herkunftsland anzugeben," kritisiert Regina Aschmann von der Verbraucherzentrale Bremen. Bis die deutsche Ernte auf den Markt kommt, verdienen unseriöse Händler auf dem Wochenmarkt so leicht etwas extra.

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk

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