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Politkerlüge: Jetzt doch Klonfleisch in der EU

Archivmeldung vom 22.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge wird der EU-Agrarministerrat heute in Brüssel grünes Licht für den Verkauf von Fleisch und Milch der Nachkommen geklonter Tiere in der Europäischen Union geben.

Noch vor der EU-Wahl Anfang Juni hatten sich die deutschen Regierungsfraktionen CDU, CSU und SPD dem Bundesverband Menschen für Tierrechte gegenüber gegen das Klonen von Tieren zur Lebensmittelproduktion ausgesprochen. Dass Bundesministerin Ilse Aigner für Deutschland jetzt im Agrarministerrat offenbar für die Vermarktung von Klonprodukten stimmen will, bezeichnet der Verband als Skandal und Betrug am Wähler.

“Noch vor der EU-Wahl am 7. Juni haben CDU und CSU uns versichert, das Klonen von Tieren zur Erzeugung von Lebensmitteln abzulehnen”, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes. “Und zwar sowohl aus Gründen der Lebensmittelsicherheit als auch aus Tierschutzgründen. Denn beim Klonen entstehen oft missgebildete oder nicht lebensfähige Tiere. Dass Bundesministerin Aigner kaum drei Wochen nach der Wahl für die Vermarktung von Klonfleisch und -milch stimmen will, ist Wahlbetrug und eine schallende Ohrfeige für alle, die noch glauben, was Politiker sagen!”

In Statements zur Tierschutzpolitik auf EU-Ebene hatten CDU und CSU vor der Wahl dargelegt, es gebe “keine überzeugenden Argumente für das Klonen von Tieren für die Lebensmittelerzeugung.” Beide Parteien begrüßten das “eindeutige Votum des Europaparlaments”. Dieses hatte sich gegen die Zulassung und Vermarktung von Klonprodukten ausgesprochen. Auch die SPD teilt “die ablehnende Haltung des Europäischen Parlaments.”

Der Bundesverband werde das Verhalten und die Lügen der Parteien im Bundestagswahlkampf zum Thema machen und seinen Mitgliedern mitteilen. Auch Tierschützer seien Wähler, so Simons.

Die europäische Behörde für die Lebensmittelsicherheit EFSA hatte im Juli vergangenen Jahres in einer Stellungnahme festgestellt, dass beim Klonen von Rindern und Schweinen signifikante Tiergesundheits- und Tierschutzprobleme auftreten. So sterben viele geklonte Tiere bereits im Mutterleib; die Überlebenden weisen häufig Organmissbildungen auf und etliche sterben kurz nach der Geburt. 

Quelle: Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

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