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Zeitung: Bundesinstitut will keine Verzehrwarnung herausgeben

Archivmeldung vom 02.03.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.03.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: almotti/pixelio.de
Bild: almotti/pixelio.de

Trotz der Entdeckung Tausender Tonnen Futtermittel mit krebserregendem Schimmelpilzgift will der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Andreas Hensel, noch nicht vor dem Verzehr bestimmter Produkte warnen. Hensel sagte der "Saarbrücker Zeitung": "Die bisher festgestellten Werte sind weit weg von einer lebertoxischen Wirkung für den Menschen."

Hensel betonte weiter: "Für eine Empfehlung zu einem Verzehrverzicht ist es zu früh." Der Verbraucher könne deshalb "erst einmal weiter Milch trinken und muss auch nicht auf andere Produkte verzichten".

Zugleich erklärte Hensel, dass in Deutschland jeden Tag Millionen von Tiere mit Futtermitteln gefüttert würden, die zu Hunderttausenden Tonnen importiert seien. Das relativiere "auch das Ausmaß des Vorfalls". Höchstgehalte legten grundsätzlich fest, ob die Ware handelbar sei oder nicht. Bisher sei aber nur "eine einzige, geringfügige Überschreitung der Gehalte in der Rohmilch festgestellt", so Hensel.

Bauernpräsident Rukwied fordert bessere Kontrollen der Futtermittelhersteller

Bauernpräsident Joachim Rukwied hat wegen des neuen Futtermittelskandals bessere Kontrollen der Futtermittelhersteller gefordert. "Um einen Befall mit Schimmelpilzen auszuschließen, erwarte ich, dass das Futtermittelmischwerk entsprechende Kontrollen durchführt, beispielsweise Eingangskontrollen der Rohprodukte", sagte Rukwied der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Bei den Landwirten, die das verseuchte Futtermittel eingesetzt haben sieht der keine Schuld. "Ein Landwirt muss davon ausgehen, dass er Futtermittel in einwandfreiem Zustand geliefert bekommt. Wenn ein Schimmelpilz wie Aflatoxin im Mischfutter steckt, hat er keine Chance, dies zu erkennen." Die stellvertretende Chefin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Bärbel Höhn, erklärte, die "Parallelen zum Dioxinskandal" in Futtermittel vor zwei Jahren seien "unübersehbar". Es könne nicht sein, sagte Höhn, dass die Grenzwertüberschreitung um das Zehnfache in der ganzen Futtermittelkette nicht aufgefallen sei. "Und es gab zusätzlich eine akute Warnung vor belasteten Futtermitteln. Entweder haben wir es hier mit enormer Schlamperei oder krimineller Energie zu tun."

Quelle: Saarbrücker Zeitung / Rheinische Post (ots)

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