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Bundesminister Schmidt: Mindesthaltbarkeitsdatum bei Zucker, Salz und Getreide streichen

Archivmeldung vom 07.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: www.foto-fine-art.de / pixelio.de
Bild: www.foto-fine-art.de / pixelio.de

Bundesverbraucherschutzminister Christian Schmidt (CSU) will im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung das Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Verpackungen einiger Produkte streichen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Schmidt: "Wir müssen überlegen: Brauchen Zucker, Salz, Getreide oder andere dauerhaltbare Produkte wirklich ein Mindesthaltbarkeitsdatum?" Es sei sinnvoller, dass Produktionsdatum anzugeben, so der CSU-Politiker vor dem Treffen der Verbraucherschutzminister am Donnerstag in Osnabrück. Die jetzigen Angaben würden zu häufig mit einem Verfallsdatum verwechselt, weswegen die Lebensmittel dann im Müll landeten.

Bis 2020 wolle er "messbare Erfolge" bei der Bekämpfung der Nahrungsmittelverschwendung vorweisen, kündigte Schmidt in der NOZ an. Dabei setze er vor allem auf Aufklärung und Information, denn "in Küche und Kochtopf per Gesetz einzugreifen, ist schwierig". Damit reagierte Schmidt auch auf die Forderung einiger Länderkollegen, sich dem EU-Ziel einer Reduktion der Lebensmittelverschwendung um 30 Prozent bis 2025 anzuschließen. Der Bundesminister selbst wird nicht an der Osnabrücker Konferenz teilnehmen, sondern einen Staatssekretär entsenden. Schmidt wird mit seinen Ministerkollegen der G20-Länder in Istanbul über Lebensmittelverschwendung diskutieren.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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