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Forscher: So essen Sie Äpfel richtig

Archivmeldung vom 27.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixabay.com
Bild: pixabay.com

Laut Forschern der Technischen Universität Graz (Österreich) trägt ein Apfel 100 Millionen Bakterien in sich, die der Gesundheit nützlich sein könnten. Einen größeren Vorteil sollen jene Menschen haben, die den Apfel samt Butz und Stängel verspeisen. Die entsprechende Studie ist in der Fachzeitschrift „Frontiers in Microbiology“ veröffentlicht.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt weiter: "Demnach hat das Forscherteam um Birgit Wassermann von der TU Graz die steirischen Arlet-Äpfel in sechs Mikrohabitate unterteilt: Stiel, Schale, Kern, Fruchtfleisch, den unteren Bereich und den oberen Bereich. „Überraschend war, dass die größten Unterschiede zwischen den einzelnen Habitaten liegen“, sagte die Forscherin. So beinhalte etwa die Schale eine völlig andere Zusammensetzung als Samen oder Fruchtfleisch.

Zudem haben die Wissenschaftler Bioäpfel mit konventionellen Früchten verglichen. Demnach besitzen die biologisch gewachsenen Äpfel eine signifikant höhere Diversität in ihrem Innenleben als ihre Pendants. Diese Vielfalt sei positiv zu sehen. So sei schon vom Darmmikrobiom des Menschen oder vom Bodenmikrobiom bekannt, dass Diversität der Gesundheit zugutekommt, sich aber etwa auch auf die Resistenz einer Pflanze auswirkt. Auch die Bakteriendichte sei im Bioapfel höher.

Die Bakterienvielfalt sei „die Würze des Lebens“, betont Zweitautorin Gabriele Berg von der TU Graz. „Bakterien, Pilze und Viren in unserer Nahrung besiedeln unseren Darm. Kochen tötet die meisten von ihnen ab, daher sind rohe Früchte eine besonders wichtige Quelle von Darmbakterien“, erklärt die Forscherin in der Studie.

Unterschiede sahen die Forscherinnen auch bei den Bakterienarten. So fand sich etwa Escherichia-Shigella - eine Mikrobengruppe, die bekannte Pathogene beinhaltet - in den meisten konventionell gezogenen Äpfeln, aber nicht in jenen aus Bioanbau. Bei den förderlichen Laktobazillen war es hingegen andersrum. Das Methylobakterium wiederum, das bei Erdbeeren für deren typischen Geschmack verantwortlich ist, ist in Bioäpfeln viel mehr vertreten.

Welche Auswirkungen die Erkenntnisse auf die Gesundheit des Menschen haben, muss in weiterer Folge von anderen Instituten erforscht werden, so Wassermann."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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