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Klöckner will gesünderes Essen für Kinder in Restaurants

Archivmeldung vom 06.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Maren Beßler / pixelio.de
Bild: Maren Beßler / pixelio.de

Ernährungsministerin Julia Klöckner will gesünderes Essen für Kinder in Restaurants und Gaststätten. Wie die "Bild" berichtet, reagiert die Ministerin damit auf eine Studie der Universität Heidelberg, die zu dem Ergebnis kam, dass Kinder in Restaurants in Deutschland ungesünder bewirtet werden als in US-Fastfood-Restaurants.

"Ich möchte mich mit den Autoren der wissenschaftlichen Studie und dem Hotel- und Gaststättenverband zusammen mit unserer, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), treffen. Es geht darum, die Studienergebnisse zu besprechen und zu analysieren", sagte Klöckner der "Bild". Klöckner weiter: "Ich möchte kein Gesetz für Speisekarten. Aber wäre es nicht wünschenswert, wenn unsere Kinder auch in Restaurants Auswahlmöglichkeiten hätten? Es geht auch nicht ums Vorschreiben, was Kinder zu essen haben, sondern um Empfehlungen und Überlegungen".

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband-Verband (DEHOGA) reagierte empört auf die Studie. "Mir hat diese Studie ziemlich die Sprache verschlagen. Bei allem Respekt für die Wissenschaft: Wir können die Ergebnisse der Universität Heidelberg zu Kindergerichten nicht nachvollziehen, insbesondere auch nicht die Behauptung, dass das Essen in inhabergeführten Restaurants ungesünder sei als in US-Fastfood-Betrieben", sagte DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der "Bild". Hartges nimmt das Angebot der Ministerin, das Gespräch mit Vertretern von Gaststätten und Restaurants zu suchen, gerne an, meint aber: "Die Politik kann Unternehmern nicht vorschreiben, welche Speisen bei ihnen auf der Karte stehen. Das entscheiden sie selbst. Es ist nicht Aufgabe des Gesetzgebers, da in den Markt einzugreifen", so Hartges.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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