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Fleischlose Burger machen Bauern Sorgen

Archivmeldung vom 24.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Thommy Weiss / pixelio.de
Bild: Thommy Weiss / pixelio.de

Der Hype um Fleischersatz-Produkte hält an, die deutschen Landwirte beunruhigt die vegetarische Konkurrenz. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied vor dem Bauerntag bei Leipzig in dieser Woche: "Wir nehmen diese Entwicklung sehr ernst und beobachten das mit einer gewissen Sorge."

Seiner Auffassung nach seien die Produkte derzeit "eher Trendware für gewisse Kulturkreise bei uns". Allerdings geht Rukwied davon aus, dass die "Ersatzprodukte möglicherweise Marktanteile erobern werden."

Zuvor hatte der Bauernverband gemeinsam mit Dachorganisationen aus der deutschen Fleischwirtschaft einen Vorstoß aus dem Agrarausschuss des EU-Parlaments begrüßt. Der sieht vor, dass europaweit Bezeichnungen wie Steak, Schnitzel oder Burger künftig nur noch für Produkte verwendet werden dürfen, in denen auch tatsächlich Fleisch zu finden ist. Namen wie Veggie-Burger wären so künftig verboten. In einem gemeinsamen Schreiben der Dachverbände an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) heißt es: Es sei "nicht akzeptabel, wenn fleischfreie Lebensmittel mit Bezeichnungen benannt werden, die üblicherweise für Fleisch und Fleischwaren verwendet werden." Rukwied betonte in der "NOZ", er habe zwar schon Fleischersatz gegessen, aber: "Ich bleibe beim echten Fleischprodukt."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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