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Menschenfleisch-Restaurant entpuppt sich als Kampagne des Vegetarierbund Deutschland

Archivmeldung vom 02.09.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.09.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Menschenfleisch-Restaurant: Flimé - Fleisch isst Menschen Bild: Vegetarierbund Deutschland e. V. (VEBU)
Menschenfleisch-Restaurant: Flimé - Fleisch isst Menschen Bild: Vegetarierbund Deutschland e. V. (VEBU)

"In jedem Stück Fleisch steckt auch ein Stück Mensch" lautete heute die Botschaft auf der international besuchten Pressekonferenz. Die Ankündigung zur Eröffnung eines angeblichen Menschenfleisch-Restaurants mit dem Namen "Flimé" in Berlin sorgte seit einigen Wochen für große Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt durch skurrile Annoncen, in denen nach freiwilligen Spendern und aufgeschlossenen Chirurgen für ein Restaurant gesucht wurde, sowie einer Ebay-Versteigerung mit vermeintlicher Menschenfleischpastete.

Gestern noch gab es für ganz Berlin eine flächendeckende Werbekampagne auf Infoscreens. Heute entpuppte sich auf der Pressekonferenz die wahre Geschichte. Dabei steht die Abkürzung "Flimé" für "Fleisch isst Menschen". Der Vegetarierbund möchte mit der eindrucksvollen Menschenfleisch-Aktion auf all die Millionen Menschen aufmerksam machen, die durch den weltweiten Fleischkonsum in Mitleidenschaft gezogen werden.

Fakt ist, dass alle 3,6 Sekunden ein Mensch an Unterernährung stirbt, während ein Großteil der Getreideerträge an sogenannte Nutztiere verfüttert wird.

"Ob Welthunger, Klimawandel, Wasserknappheit, Regenwaldabholzung, Tierseuchen oder Wohlstandskrankheiten - all diese großen, globalen Problemen werden durch unseren hohen Fleischkonsum verursacht oder verschärft. Über diese Tatsachen macht sich im Alltag kaum einer Gedanken. Deshalb war es nötig, eine solche kreative Kampagne ins Leben zu rufen", so Sebastian Zösch auf der vielbesuchten Pressekonferenz heute morgen.

Dass die Nutztierhaltung weltweit mehr klimaschädliche Treibhausgase als der gesamte Verkehrssektor erzeugt, ist hinlänglich bekannt. Dass unser Fleischkonsum auch eine enorme Mengen an Wasser - nämlich 15.000 Liter Wasser pro Kilogramm Rindfleisch verbraucht, während gleichzeitig zwei von fünf Menschen keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, machte Herr Zösch besonders deutlich. Durch eine fleischfreie Ernährung hingegen könnten wir unseren derzeitigen Wasserverbrauch halbieren.

Unser hoher Fleischkonsum ist auch Hauptursache für die Rodung des Regelwaldes. So werden pro Minute ca. 38 Fußballfelder Regenwald abgeholzt - der Großteil der Flächen wird für Weideflächen oder Futtermittelanbau genutzt. Auch Tierseuchen die auf den Menschen übertragen werden und Zivilisationskrankheiten hängen mit dem übermäßigen Konsum tierischer Lebensmittel zusammen. Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und sogar verschiedene Krebsarten sind auf den Fleischkonsum zurückzuführen und beeinträchtigen die Lebenserwartung. Eine pflanzenbetonte Ernährungsweise fördert dagegen Gesundheit, Vitalität und erhöht die Lebensdauer.

Quelle: Vegetarierbund Deutschland e. V. (VEBU)

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