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Große Lebensmittelhersteller wollen auf Käfigeier verzichten

Archivmeldung vom 28.03.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.03.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: w.r.wagner / pixelio.de
Bild: w.r.wagner / pixelio.de

Mehrere große Lebensmittelhersteller wollen künftig angeblich auf Käfigeier in ihren Produkten verzichten oder genauer über die Haltungsformen informieren. Der Erasco-Muttekonzern Campbell`s stellte in den vergangenen Monaten auf Eier aus Bodenhaltung um, wie ein Sprecher der "Welt" sagte. General Mills verarbeitet Eier in seinen Suppen und Eintöpfen. Bei General Mills, Hersteller des bekannten Häagen-Dazs-Eis, möchte man bis Ende 2013 komplett auf Eier aus Freilandhaltung umstellen, hieß es auf Anfrage der "Welt". Das Unternehmen machte keine exakten Angaben, woher die Eier bisher stammen.

Das Unternehmen produziert für den deutschen Markt in Nordfrankreich. Künftig sollen nur noch Eier von regional ansässigen französischen Bauern weiterverarbeitet werden. Andere Unternehmen wollen künftig auf ihren Produkten die Haltungsform genauer kennzeichnen. So teilte der Lebensmittelhersteller Ebro Foods mit, auf den Verpackungen seiner Nudelmarken Birkel und 3 Glocken, für die bereits sei Jahren Eier "aus alternativen Haltungsformen" verwendet würden, künftig die Haltungsform anzugeben, aus denen die Eier stammen.

Der Lebensmittelkonzern Nestlé arbeitet unterdessen an einem neuen System, bei dem QR-Codes auf die Verpackungen gedruckt werden sollen. Mit einem Handy kann man diesen Code scannen und im Internet überprüfen, aus welcher Haltungsform die Eier stammen. Auf dem Produkt selbst kennzeichnet Nestlé die Haltungsform nur bei Produkten, in denen sich große Mengen Eier befinden, etwa in Mayonnaise.

Jedes vierte deutsche Ei landet nicht als rohes Schalen-Ei zum Verkauf im Supermarkt, sondern wird in Lebensmitteln wie Nudeln, Kuchen oder Mayonnaise weiterverarbeitet. Und im Gegensatz zu unverarbeiteten Eiern, auf dem sich anhand eines Codes ablesen lässt, wo und aus welcher Haltung es kommt, gibt es für die in Lebensmitteln "versteckten" Eier keine solche Kennzeichnungspflicht.

Aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Grünen-Bundestagsfraktion war hervorgegangen, dass ein Drittel der Lebensmittelkonzerne bei der Herstellung ihrer Produkte auf Käfigeier zurückgreifen. 74 Hersteller waren angefragt worden, von denen 53 antworteten. Darunter befinden sich viele Eigenmarken der großen Discounter. Zugleich geht aber aus der Umfrage der Grünen auch hervor, dass 14 von diesen Firmen bereits auf andere Haltungsformen umstellen oder dies planen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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