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"Markt" ordnet Feinstaub-Emissionen aus Laserdruckern konkret einigen Modellen zu

Archivmeldung vom 25.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Laserdrucker für Heimanwendungen
Laserdrucker für Heimanwendungen

Foto: Stehfun
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Viele Laserdrucker schleudern Milliarden kleinster Partikel in die Luft. Darunter giftige Stoffe wie Brom, Silizium und Chrom. Nach Recherchen des NDR Verbrauchermagazins "Markt" können die teilweise gefährlichen und giftigen Emissionen nun erstmals konkreten Druckermodellen zugeordnet werden.

Das Bundesumweltministerium hatte insgesamt zehn Drucker verschiedener Hersteller auf Feinstaub-Emissionen testen lassen. Nach Abschluss der Analyse wollte das Ministerium die Ergebnisse jedoch nicht bekannt geben. Reportern der Markt-Redaktion wurde die Liste zugespielt.

Die größte Dreckschleuder im Test ist demnach der Konica Minolta Magicolor 4650 EN mit 3,3 Milliarden Partikeln pro gedruckter Seite. Auch der Epson EPL N3000 bläst 2,4 Milliarden teils mit Schwermetallen beladene Partikel in die Luft. Genauso wie der Brother HL 5240, der die Umgebungsluft mit 1,4 Milliarden Partikeln belastet. Und die Liste ist noch länger. Einige Drucker stoßen besonders viele mit Schwermetallen beladene Partikel aus. Diese werden von Toxikologen und Umweltmedizinern als bedenklich eingestuft. Tests an menschlichen Lungenzellen an der Universität Freiburg haben ergeben, dass diese Partikel die Zellen stark schädigen können. Daraus könnten nach Angaben der Wissenschaftler auch Krebserkrankungen entstehen.

Acht der zehn untersuchten Drucker sind noch im Original oder einer leicht veränderten Bauweise im Handel erhältlich. Auf Nachfrage der NDR Redaktion "Markt" reagierte Konica Minolta nicht. Brother teilt mit, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Ergebnissen der Labortests und den Situationen in Büroräumen gäbe. Epson teilte mit: "Die Drucksysteme durchliefen aufwendige Produkt - und Qualitätskontrollen und haben alle geltenden gesetzlichen Vorschriften erfüllt." Allerdings gibt es keinen gesetzlichen Grenzwert für den Ausstoß von kleinsten Partikeln in Innenräumen. Das Bundesumweltministerium vertritt nach wie vor die Auffassung, "dass die vorgestellten Ergebnisse keine Schlussfolgerungen über ein Gesundheitsrisiko durch Partikel-Emissionen beim Betreiben von Druckern erlauben".

Wie gefährlich Feinstaub aus Laserdruckern ist, und welche Modelle noch betroffen sind zeigt das Verbrauchermagazin "Markt" am 25. Februar, 20.15 Uhr, im NDR Fernsehen.

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk (ots)

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