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Künstliche Intelligenz verzaubert Publikum

Archivmeldung vom 19.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kartenspiel: Computer simuliert Kartentrick. Bild: pixelio.de/Maik Schertle
Kartenspiel: Computer simuliert Kartentrick. Bild: pixelio.de/Maik Schertle

Mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) kann ein Computer bereits komplexe Zaubertricks durchführen. Forschern der Queen Mary University in London haben ein Programm entwickelt, das die Funktionsweise von magischen Puzzles sowie Gedankenlese-Kartentricks durchschaut und nachahmt. Zudem hat das System völlig neue Varianten dieser Tricks kreiert, die ebenso von einem Magier stammen könnten.

"Computer-Intelligenz kann weitaus größere Informationsmengen verarbeiten als ein Mensch. Außerdem können alle erdenklichen Optionen durchgespielt werden, was für eine Person alleine nahezu unmöglich wäre", schildert Howard Williams, Co-Initiator des Projektes. KI könne sowohl psychologische als auch mathematische Prinzipien nutzen, um verschiedene Versionen zu erschaffen, welche die Zuschauer vor neue Rätsel stellen.

Die Kreation von magischen Puzzletricks beinhaltet verschiedene Faktoren, wie beispielsweise die Größe des Puzzles, die Zahl der involvierten Puzzleteile, die Anzahl der geometrischen Formen, die erscheinen und verschwinden, sowie die Möglichkeiten, wie das Puzzle angeordnet sein kann. Etwas derartig Komplexes ist ideal für einen Algorithmus. "Künstliche Intelligenz eignet sich hervorragend, um die Möglichkeiten der Computertechnologie zu demonstrieren", sagt Projektmitarbeiter Peter McOwan.

Minimum an Information erforderlich

Bei dem KI-kreierten Gedankenlese-Kartentrick wird ein Satz Spielkarten auf eine spezielle Art angeordnet, um dann basierend auf scheinbar harmlosen Informationen aus dem Publikum eine ausgewählte Karte zu finden. Diese Karte wird dann mithilfe einer Android-App auf dem Smartphone-Display sichtbar gemacht. Der Computer wurde eingesetzt, um die Karten so anzuordnen, dass eine gesuchte Karte mit einem Minimum an Informationen ausfindig gemacht werden kann. Das Programm hat Anordnungsweisen erarbeitet, mit denen im Vergleich zu herkömmlichen Zaubertricks durchschnittlich eine Frage weniger nötig ist.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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