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Gerüchteküche brodelt: iPhone 6 aus Liquidmetal

Archivmeldung vom 26.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Amorphe Struktur: macht Liquidmetal äußerst robust. Bild: liquidmetal.com
Amorphe Struktur: macht Liquidmetal äußerst robust. Bild: liquidmetal.com

Brancheninsidern zufolge könnte das iPhone 6 sowie die neue Generation der Apple-Tablets aus Liquidmetal hergestellt werden. Darauf deuten auch eine Reihe kürzlich angemeldeter Patente des kalifornischen Unternehmens Liquidmetal Technologies hin. Bei dem Hightech-Material handelt es sich um Zirkonium-Legierungen, die nicht nur extrem leicht geformt werden können, sondern auch widerstandsfähiger und elastischer als andere Legierungen sind.

"Die Weiterentwicklung von neuen Materialien im 3D-Druck schreitet rasant voran. Darunter stellt Liquidmetal ein ganz neues, extrem leichtes und kratzfestes Material dar", sagt Thomas Grössing vom Wiener 3D-Druck-Unternehmen, gegenüber pressetext. Dennoch hält es der Spezialist für möglich, dass es sich hierbei um eine gekonnte PR-Kampagne von Apple handelt, die eventuell bestrebt sein könnte, bei brandaktuellen Themen wie dem 3D-Druck mitzupartizipieren.

Diese amorphen Materialien - auch "metallische Gläser" genannt - kühlen nur langsam ab, weswegen sie einfacher modelliert werden können als Legierungen aus Titan oder Aluminium. Die neuen Patente beinhalten zudem ein Spritzgussverfahren und 3D-Druck mit Liquidmetal in Form eines metallischen Glaspulvers. "Die Vorteile dieser Technologie liegen in der Genauigkeit des Drucks und der Schnelligkeit der Fertigung. Solche komplexe Einzelteile wie die eines Smartphones sind für die 3D-Drucker der neuesten Generation mit Sicherheit kein Problem."

Einsparungspotenzial ungewiss

Was das Kosteneinsparungspotenzial angelangt, lässt sich laut Grössing kaum eine Vorhersage treffen. "Die Materialkosten und auch die Druckerkosten sind noch nicht klar definiert. Somit ist auch schwer zu erörtern, ob oder wie hoch die Einsparungen tatsächlich ausfallen würden", erklärt der Fachmann. Dennoch sei bei derart hohen Auflagen die Spritzgusstechnologie günstiger als der 3D-Druck. "Trotzdem werden mit Liquidmetal neue Wege eröffnet, welche mithilfe des Spritzgussverfahrens nicht mehr möglich sind", resümiert Grössing.

Aus dem Hightech-Metall könnten nicht nur die komplexen Innenteile der Devices, sondern auch die extrem dünnen Gehäuse gefertigt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Metall-Legierungen, die aufgrund ihrer kristallinen Struktur einige Schwachstellen aufweisen, kann Liquidmetal mit seiner regelmäßigen amorphen Struktur, die weniger Lücken zulässt und somit wesentlich belastbarer ist, punkten.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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