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Bitkom-Hauptgeschäftsführer Rohleder fordert größere Anstrengungen bei Datensicherheit

Archivmeldung vom 26.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Als Konsequenz aus den Abhörpraktiken der USA gegenüber der Bundeskanzlerin hat der Hauptgeschäftsführer des Hightech-Verbandes Bitkom, Bernhard Rohleder, stärkere Anstrengungen der heimischen IT-Branche für mehr Datensicherheit gefordert. "Wir müssen in der Lage sein, und das ist auch Konsens mit der Bundesregierung, importierte IT-Systeme durchzuprüfen bis auf das letzte Bit und Byte. Und wir müssen importierte Technologien härten und sicher machen können", sagte Rohleder der "Saarbrücker Zeitung".

Deutschland sei hier international bereits sehr erfolgreich, "auch weil es in den USA ein Exportverbot für viele Sicherheits- und Verschlüsselungstechnologien gibt". Das eröffne Räume für deutsche Anbieter, so Rohleder.

Zugleich verwies der Experte auf die weltweiten Verflechtungen des IT-Sektors, was eine europäische oder gar nationale Eigenständigkeit auf diesem Gebiet unmöglich mache. "Weltweit gibt es einige Millionen IT-Firmen, die pro Jahr etwa 500 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Das sind enorme Summen, die Europa allein gar nicht aufbringen könnte", erläuterte Rohleder. Selbst die USA seien massiv auf Technologie aus China angewiesen. Das gelte auch umgekehrt. "Technologische Souveränität ist im IT-Sektor eine unerreichbare Utopie", meinte Rohleder.

Union will Gesetz für mehr Datensicherheit

Nach der Affäre um das abgehörte Kanzler-Handy will die Union die Bürger im Internet auch gesetzlich stärker schützen. "Wir brauchen ein IT-Sicherheitsgesetz", sagte Unionsvize Günter Krings der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Darin müsse den Unternehmen eine Kooperationspflicht mit den Sicherheitsbehörden auferlegt werden, wenn sie Opfer von Spähangriffen im Internet geworden sind. Zudem will die Union im Koalitionsvertrag Projekte der Wirtschaft unterstützen, durch die innerdeutsche Mails in Zukunft nicht mehr über Server in den USA laufen, sondern nur noch innerhalb Deutschlands verbreitet werden.

Quelle: Saarbrücker Zeitung / Rheinische Post (ots)

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