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Verbraucherschutz-Chef warnt vor Fiasko bei 5G

Archivmeldung vom 10.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Mikrowellentrahlung beeinflußt die Gesundheit von Kindern, Erwachsenen, Tieren und Pflanzen (Symbolbild)
Mikrowellentrahlung beeinflußt die Gesundheit von Kindern, Erwachsenen, Tieren und Pflanzen (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Bei der geplanten Einführung des künftigen Mobilfunkstandards 5G warnt der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) vor einem Fiasko für Kunden. "Verbrauchern drohen weiterhin mangelhafte Qualität und hohe Preise", sagt Verbandschef Klaus Müller der "Süddeutschen Zeitung". Dabei habe Deutschland auf dem Mobilfunkmarkt großen Nachholbedarf. "Wir rangieren bei der Qualität im unteren und beim Preis im oberen Drittel", sagt er, "das muss sich ändern."

Doch statt besserer Qualität droht Verbrauchern laut Müller Ärger mit schlechten Verbindungen. Bislang plant die Bundesnetzagentur Vorgaben für den Mobilfunkausbau, wonach die Netzbetreiber bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte bundesweit mit schnellen Verbindungen von mindestens 100 Megabit pro Sekunde versorgen müssen. "Was gut klingt, bedeutet in der Fläche allerdings nur ungefähr 70 Prozent Versorgung", warnt Müller. Damit sei klar: "Die für Telekomfirmen wenig rentablen  ändlichen Räume bleiben erneut auf der Strecke."

Funklöcher und Verbraucherfrust seien programmiert. "Wir fordern deshalb von der Regierung, einzugreifen und eine Abdeckung der Fläche des Landes durchzusetzen", sagt Müller. Die Bundesnetzagentur will am 26. November die Regeln für den neuen Standard festlegen; die Versteigerung erster Frequenzen soll im kommenden Jahr beginnen. Schon am Montag will die Behörde ihren finalen Vorschlag an ihren Beirat verschicken. Damit könnte auf Jahre festgelegt werden, mit welchen Angeboten Kunden rechnen können.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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