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Streaming-Netzwerk lockt Verbraucher in Abo-Falle

Archivmeldung vom 14.12.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.12.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
ABO: Vorsicht bei unseriösen Streaming-Seiten. Bild: Windorias, pixelio.de
ABO: Vorsicht bei unseriösen Streaming-Seiten. Bild: Windorias, pixelio.de

Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt Streaming-Nutzer vor einem Netzwerk mit über 40 vermeintlichen Video-Webseiten, die bereits den Behörden gemeldet wurden. Denn diese haben viele ahnungslose Verbraucher in eine Abo-Falle gelockt.

Gezielte Falschinformationen

Die Experten weisen darauf hin, dass sich die Webseiten zum Verwechseln ähnlich sehen, nur die URL und das Logo seien verschieden. Hinzu kommt, dass die Betreiber der ominösen Seiten gezielt Falschinformationen in selbst erstellten YouTube-Videos verbreiten, um Konsumenten in vermeintlicher Sicherheit zu wiegen. Die betroffenen Verbraucher, darunter häufig Minderjährige, gelangten über ein Pop-up-Fenster auf eine der Webseiten der Betreiber. In der Regel wurde hier mit einem fünftägigen kostenlosen Testabonnement geworben.

Für die Nutzung mussten sich die Verbraucher registrieren und dabei neben ihren Adressdaten eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer angeben. Sie konnten sich jedoch auf den Webseiten entweder nicht erfolgreich registrieren oder nach der erfolgten Registrierung keine Filme oder Serien streamen. Folglich gingen sie davon aus, dass die Registrierung nicht funktioniert habe. Allerdings sind die Daten dennoch bei den Betreibern der Webseiten gelandet, die dann die Kosten für ein Abo in Rechnung stellten, so die Verbraucherzentrale.

Aggressive Zahlungsaufforderung

Nicht auf allen Seiten und nicht zu jedem Zeitpunkt sind verbraucherschützende Angaben wie Kosten, die automatische Verlängerung oder ein "Kostenpflichtig registrieren"-Button da. "Dies ist offenbar Teil der Strategie der Betreiber. Bei einem seriösen Angebot erhalten Verbraucher zudem eine Vertragsbestätigung mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zu den geltenden Konditionen per E-Mail. Und sie können auf die Inhalte des Streaming-Dienstes sofort zugreifen. Auf den hier betroffenen Webseiten sind aber offensichtlich gar keine Filme oder Serien zum Abruf vorhanden", verdeutlicht Rechtsreferent Maximilian Heitkämper.

Nach Ablauf einer fünftägigen Testphase wurden die betroffenen Verbraucher per E-Mail und teilweise auch telefonisch von den Betreibern der Webseiten kontaktiert. Auf aggressive Weise forderten sie die Verbraucher zur Zahlung eines Jahres-Abo-Betrags auf. Die Betreiber beriefen sich dabei auf den Abschluss eines kostenpflichtigen Jahres-Abos und forderten die Begleichung eines Jahresbetrages von rund 144, 238 oder 359 Euro.

Die Betreiber stellen offenbar regelmäßig weitere Webseiten-URLs online. Auf fast allen dieser Webseiten gibt es ein Impressum, in dem eines von vier Unternehmen mit Sitz in Großbritannien genannt wird. Dabei handelt es sich um "Turquoiz Limited", "Lovelust Limited", "Bizcon Limited" und "Anmama Limited", warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Folgende Domains sollen von den oben genannten Unternehmen betrieben werden:

bigostream.de, boboflix.com, bobstream.de, cinemadome.net, cinemaxx24.com, cineplex24.de, dodoflix.com, felixkino.com, filmpalast24.com, fixago.de, flexkino.com, flixkino.com, imaxcine.com, imaxdome.com, imaxFilme.com, imaxkino.com, imaxtime.com, imaxWelt.com, kinoflexx.com, kinolox.de, kinopalast24.com, kinoplexx.com, kinowelt24.com, kinozeit.net, loxostream.de, maxxflix.de, meinkinowelt.com, mexflix.com, mexkino.com, streamago.de, streamdome.de, streamgogo.de, streamlox.com, streamnox.com, streamogo.de, streamoro.de, streamtime.de, streamtoto.de, streamtox.com, streamzeit.de, wowflix.de, yalastream.de

Quelle: www.pressetext.com/Florian Fügemann

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Bild: Erwin Lorenzen / pixelio.de
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