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"moz://a": Neues Logo verwirrt Browser

Archivmeldung vom 21.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Neues Logo: Damit irritiert Mozilla jedoch viele Browser. Bild: mozilla.org
Neues Logo: Damit irritiert Mozilla jedoch viele Browser. Bild: mozilla.org

Mozilla, die Organisation hinter dem Browser Firefox, wollte mit dem neuen Logo "moz://a" auf grundlegende Protokolle im Web anspielen. Das ist etwas zu gut gelungen. Manche Browser vermuten bei der Eingabe in die Adresszeile - so, wie das viele User mit so ziemlich jedem Begriff machen - nämlich ein unbekanntes Protokoll und spucken daher Fehlermeldungen aus. In Mozilla-Foren wiederum sind Diskussionen entbrannt, wie genau Firefox selbst die Zeichenfolge interpretieren sollte.

Das Logo moz://a soll den Einsatz für ein offenes Web unter anderem dadurch symbolisieren, dass es die zur Kennzeichnung von Verbindungsprotokollen wie HTTP und FTP typische Zeichenfolge "://" anstelle von "ill" enthält. Eben das verwirrt Apples Safari sowie die aktuellste für das immer noch verbreitete Windows 7 verfügbare Internet-Explorer-Version. Sie vermuten bei Eingabe in die Adresszeile, dass "moz://a" ähnlich wie "http://" eine Adresse anzeigen sollte und reagiert daher mit Fehlermeldungen auf das neue Mozilla-Logo. Der Browser Brave http://brave.com wiederum scheint auch nicht zu wissen, was er von der Zeichenfolge halten soll - und macht daher einfach nichts.

Die aktuellen Versionen der Browser Chrome, Edge, Firefox und Opera dagegen fassen die Zeichenfolge moz://a in der Adresszeile so wie fast alles als Suchbegriff auf. Zumindest theoretisch könnte sie also zu Mozilla führen. Doch muss die Organisation da noch an der Suchmaschinenoptimierung arbeiten. Das könnte vielleicht Moz http://moz.com übernehmen - der SEO-Spezialist ist immerhin der englischsprachige Top-Treffer für moz://a. In Österreich darf indes die Universität Mozarteum http://moz.ac.at derzeit auf erhöhte Aufmerksamkeit hoffen. Dass diese Top-Treffer offenbar nur am "moz" hängen, wirft zudem die Frage auf, ob Mozillas Logo auch die Google-Suche irritiert.

Richtungs-Diskussion

Für viele Programmierer scheint klar, dass zumindest der Mozilla-Browser Firefox auch wissen sollte, was genau moz://a ist. Das zeigen verschiedene Diskussionen unter anderem in den Buggzilla-Foren. Allerdings herrscht keine wirkliche Einigkeit darüber, wie Firefox die Zeichenfolge auflösen sollte. Einfach wie "about:mozilla" behandeln, wäre freilich eher ein reines Easteregg, als Link zum Mozilla-Manifest http://mozilla.org/about/manifesto für Durchschnittsuser wohl informativer. Jedenfalls sollte eine etwaige Lösung möglichst einfach sein, so Richard Newman, Firefox Architect bei Mozilla. Er fragt lapidar: "Haben wir alle nichts Wichtigeres zu tun?"

Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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