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Zellulose könnte Bildschirme klarer machen

Archivmeldung vom 24.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Funktionsskizze: Faserschicht beeinflusst Licht.
Funktionsskizze: Faserschicht beeinflusst Licht.

Bild: osaka-u.ac.jp/en

In Zukunft könnte der Materialklassiker Zellulose Bildschirmen ein besseres Bild geben, so Forscher der Osaka University. Sie haben die optischen Eigenschaften der Naturfaser genau vermessen. Dem Team zufolge ist deren natürliche Doppelbrechung stark genug, dass eine Schicht aus Zellulose-Nanofasern geeignet wäre, schärfere, kräftigere Bilder, speziell bei Displays, zu ermöglichen.

Uraltes Hightech-Material

Zellulose ist ein uraltes Material, das die Menschheit beispielsweise in Bauwollkleidung und Papier schon lange begleitet. In Zukunft könnte sie auch Bildschirme erobern. "Zellulose-Nanofasern sind ein vielversprechendes Lichtkompensationsmaterial für Optoelektronik, wie flexible Displays oder E-Papier", erklärt Kojiro Uetani, Professor am Institute of Scientific and Industrial Research der Osaka University. Sie sind nämlich durchsichtig, flexibel und gut thermisch leitfähig. Zudem ist Zellulose von Natur aus doppelbrechend - Licht unterschiedlicher Polarisation wird unterschiedlich weitergeleitet.

Eben diese Doppelbrechung hat das Team für Schichten gleich ausgerichteter Zellulose-Nanofasern jetzt sehr exakt und genauer als je zuvor bestimmt. Sie ist demnach stark genug, dass nach Ansicht der Forscher Zellulose zur Lichtkompensation bei LCD-Displays eingesetzt werden könnte. Aktuelle Bildschirm-Generationen finden Sie hier. Denn dort wird die Helligkeit von Pixeln durch Filter geregelt, die nur Licht bestimmter Polarisation durchlassen. Zellulose-Nanofilm-Schichten könnten dem Team zufolge bei jeglichem LCD-Bildschirm von Fernseher bis Smartphone besseren Kontrast und gleichmäßigere Farben ermöglichen, insgesamt also ein besseres Bild.

Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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