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Neue Social Media-Plattform „Gettr“ von Trumps Leuten ist da

Archivmeldung vom 06.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
„Gettr“
„Gettr“

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Deutschen haben für sich eine neue Social Media-Plattform entdeckt: „Gettr“. Erst am Donnerstag von Donald Trumps ehemaligem Sprecher Jason Miller ins Leben gerufen, ist sie nun Gegenstand des Spotts. Schon in den ersten Tagen wurde die Plattform gehackt. Dies schreibt das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter heißt es hierzu auf deren deutschen Webseite: "Auf Twitter wird „Gettr“ am heutigen Dienstag zum Trend, was auch nicht verwunderlich ist: Von den Funktionen und der Ausstattung her sieht die neue Social Media-Plattform fast wie Twitter aus - will aber Menschen aus dem ultrakonservativen Lager ansprechen. Statt hellblau ist die Homepage in rot-blau gehalten. Trumps ehemaliger Sprecher Jason Miller leitet die Plattform, wie er selbst bestätigte. Der ehemalige Trump-Wahlkampfsprecher Tim Murtaugh ist als Berater an der App beteiligt. Keine Überraschung, nachdem Ex-Präsident von Twitter und Facebook verbannt worden war. Trump selbst ist aber noch nicht da. Dafür aber die Konten von Miller, der republikanischen Politikerin Marjorie Taylor-Greene, Ex-Außenminister Mike Pompeo und vielen anderen Republikanern.

Ihre Konten wurden am Sonntag offenbar auch gehackt. Sie zeigten plötzlich die Botschaft „free palestine“ – befreit Palästina. Man habe die Sache binnen Minuten behoben, erklärte Miller in einer Stellungnahme. Der Hacker erzählte dann gegenüber „Business Insider“, es sei „ziemlich leicht“ gewesen, sich Zutritt zu verschaffen. Zudem wurde das Portal von allerlei pornographischen Darstellungen, wirren Botschaften und weiterem Spam überflutet. Der Sicherheitsforscher Ashkan Soltani hat bereits in einem Beitrag für das Magazin „Vice“ erhebliche Sicherheitslücken bei dem Netzwerk festgestellt.

Unter dem Hashtag #GETTR amüsieren sich die Twitter-Nutzer gerade über die neue Plattform, während die anderen ihren Wechsel zur Plattfrom ankündigen. „Super. Ein Netzwerk alter weißer Männer und Newsmax. Wer will da hin?“, fragt etwa eine Nutzerin.

„Die App sieht aus wie ein Müllcontainer-Feuer, das in der Toilette von Donald Trump programmiert wurde“, schreibt ein anderer Nutzer. „Auf #GETTR versammelt sich schon mal die Créme de la Créme der deutschen Hassgesellschaft“, suggeriert ein anderer Nutzer.

Auf für den Journalisten Boris Reitschuster scheinen seine Fans ein Konto eröffnet zu haben, wie auch für Johannes Normann.

Auch für den SPD-Politiker Karl Lauterbach haben Freiwillige ein Konto hinterlegt. Wie aber einigen Posts zu entnehmen ist, handelt es sich offenbar um einen Troll."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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