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Neue DeepMind-KI ist Meister der Atari-Games

Archivmeldung vom 07.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Atari-Joystick: KI meistert Games.
Atari-Joystick: KI meistert Games.

Bild: pixabay.com, Clker-Free-Vector-Images

Die von dem britischen Tech-Unternehmen DeepMind entwickelte Künstliche Intelligenz (KI) "Agent57" hat 57 Games der altehrwürdigen Spielkonsole Atari 2600 gemeistert und spielt sie besser als das Gros der Menschen. Den Entwicklern zufolge sind Videospiele ideal, um eine KI für vielseitige Aufgaben auszubilden. Dennoch ist Agent57 noch weit von der Flexibilität eines Menschen entfernt, weil sie immer ein Spiel verlernen muss, um das nächste meistern zu können.

"KI noch weit von Mensch entfernt"

"Künstliche Intelligenz ist im Gegensatz zur menschlichen komplett von binären Daten abhängig. Das menschliche Denken ist wesentlich komplexer, weil Emotionen darin eine Rolle spielen und Menschen vorausschauen können. Das Ziel der Forschung ist eine KI, die selbständig lernen kann und nicht mehr nur von Daten abhängig ist, die Menschen ihnen geben. Davon sind wir aber noch weit entfernt", sagt Zukunftsforscher Gerd Leonhard im Gespräch mit pressetext.

Agent57 ist eine verbesserte Version einer älteren DeepMind-KI, die im Jahr 2012 schon eine Handvoll Atari-Spiele gemeistert hat. Die neue Anwendung erforscht ihre Optionen länger, bevor sie eine Spielstrategie ausformuliert. Außerdem verfügt Agent57 über ein Erinnerungssystem, mit dem sie Entscheidungen trifft, die auf bereits in den Spielen gesehenen Mustern basieren.

Flexibilität hat jedoch ihre Grenzen

Schwierigkeiten hatte Agent57 nur beim Erlernen von vier spezifischen Games. Die beiden Abenteuerspiele "Pitfall" und "Montezuma's Revenge" stellten eine Herausforderung dar, weil die KI viele verschiedene Strategien testen musste, um letztlich die richtige zu finden. Bei den beiden sehr unterschiedlichen Spielen "Skiing" und "Solaris" dagegen besteht eine lange Zeit zwischen Aktion und Erfolg, was es für Agent57 knifflig machte, eine erfolgsversprechende Methode auszuarbeiten.

Den Entwicklern zufolge ist Agent57 deutlich flexibler als andere KIs, die anhand von Spielen lernen. Jedoch hat sie auch deutliche Grenzen. Zwar hat die KI insgesamt 57 Spiele gemeistert, jedoch kann sie nicht alle auf einmal beherrschen. Jedes Mal, wenn Agent57 sich auf ein neues Spiel konzentriert hat, musste das Gelernte vom vorherigen Game verlernt werden. So kann die KI zu jedem Zeitpunkt nur ein Spiel beherrschen, obwohl sie immer den gleichen Algorithmus zum Lernen verwendet.

Quelle: www.pressetext.com/Georg Haas

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