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Grevenbroich: Warnung vor Anrufen von falschen "Microsoft-Mitarbeitern"

Freigeschaltet am 12.11.2019 um 15:03 durch Andre Ott
Symbolbild Polizei: PC-Tastatur mit Schriftzug "Vorsicht"
Symbolbild Polizei: PC-Tastatur mit Schriftzug "Vorsicht"

Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als "Microsoft-Mitarbeiter" ausgeben. Am Montagmorgen (11.11.) kam es in Grevenbroich zu einem Anruf eines offensichtlichen Betrügers. Dieser behauptete am Telefon für den genannten IT-Konzern zu arbeiten. Grund des Telefongesprächs sei, dass der Computer der Angerufenen mit Viren belastet sei.

Im weiteren Verlauf des länger andauernden Telefonats erlangte der unbekannte Anrufer mit asiatischem Akzent tatsächlich Zugriff auf das Online-Banking der fast 80-Jährigen. Obwohl die Angerufene relativ zeitnah "den Braten roch" und die Verbindung zum Computer kappte, gelang es dem Täter, einen noch unbekannten Betrag vom Konto des Opfers abzubuchen. Zu weiteren unberechtigten Kontoverfügungen kam es danach nicht mehr. Die Seniorin erstattete Strafanzeige bei der Kriminalpolizei; die Ermittlungen hierzu dauern an.

Eine dringende Empfehlung der Polizei: Wer einen solchen Anruf erhält, sollte auf keinen Fall auf die Forderungen eingehen. Beenden sie sofort das Gespräch, trennen sie wenn nötig umgehend die Internetverbindung. Nehmen sie auf keinen Fall irgendwelche Zahlungen vor und geben sie am Telefon keine Bank- oder Kreditkartendaten weiter. Microsoft führt unter keinen Umständen unaufgeforderte Telefonanrufe durch, in denen das Unternehmen anbietet, ein schadhaftes Gerät zu reparieren. Selbst auf gezielte Anwenderfragen erfolgen Hilfestellungen fast ausschließlich per E-Mail. Gibt sich der Anrufer als Mitarbeiter der Microsoft-Lotterie aus, dann stimmt dies nicht: Es gibt keine Microsoft-Lotterie. Microsoft fragt niemals aktiv nach Kreditkarteninformationen, um die Echtheit von Office oder Windows zu verifizieren. Microsoft kontaktiert Nutzer nicht ungefragt, um über neue Sicherheitsupdates zu informieren. Ein Kontakt zum Microsoft-Support erfolgt ausschließlich auf Initiative der Nutzer, niemals umgekehrt. Wenn Sie trotzdem Opfer einer solchen Straftat werden, wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss (ots)

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