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EU-Abgeordneter Voss: Wir werden alle abgehört

Archivmeldung vom 25.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Markus Vogelbacher / pixelio.de
Bild: Markus Vogelbacher / pixelio.de

Nach Ansicht des EU-Abgeordneten Axel Voss (CDU), der die Verhandlungen zur Datenschutzreform im Europäischen Parlament für die konservative Mehrheitsfraktion (EVP) führt, gehen die Abhöraktionen der US-Geheimdienste weiter als bisher angenommen. "Ich gehe davon aus, dass die Handys der Abgeordneten des EU-Parlaments auch abgehört werden. Ich denke, wir sind ein interessantes Ziel", sagte Voss der "Welt".

Voss forderte, eine eigene europäische Spionageabwehr aufzubauen, um Mobiltelefone besser schützen zu können. "Im Abschlussbericht des Parlaments zur NSA-Affäre wird auch die Forderung nach einer technologischen Offensive stehen, um uns unabhängiger zu machen von amerikanischen Unternehmen und um unsere Privatsphäre besser schützen zu können", kündigte der Abgeordnete an.

Deutsche Industrie sorgt sich um IT-Sicherheit

Der Skandal um das mutmaßlich vom US-Geheimdienst NSA abgehörte Mobiltelefon der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bewegt auch die deutsche Wirtschaft. Inzwischen kümmern sich in manchen deutschen Unternehmen sogar Spitzenmanager um die IT-Sicherheit, wie die F.A.Z. berichtet. "Industrielle Sicherheit muss als Managementaufgabe verstanden werden", heißt es zum Beispiel beim Münchner Elektronikkonzern Siemens. Um Bedrohungen und Spähattacken abzuwehren, brauche es Gesamtkonzepte und nicht nur ein einzelnes Abwehrprogramm gegen Schadsoftware.

Auch die Automobilindustrie lässt sich den Schutz von Betriebsgeheimnissen immer mehr Geld kosten. Autohersteller wie VW oder BMW müssen auch ihre Produktionsprozesse, die ohne Computersteuerung nicht denkbar sind, vor Angriffen oder Spionageattacken schützen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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