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Weltweit sperrt Meta Konten von sieben Spionageunternehmen

Archivmeldung vom 17.12.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.12.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Überwachung (Symbolbild)
Überwachung (Symbolbild)

Bild: © CC0 / TheDigitalArtist/Pixabay

Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat Accounts geschlossen, die angeblich mit sieben Überwachungsunternehmen verbunden sind. Diese sollen Tausende von Nutzern auf der ganzen Welt anvisiert haben, um sie zu kompromittieren. Dies schreibt das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter heißt es diesbezüglich auf deren deutschen Webseite: "„Als Ergebnis unserer monatelangen Untersuchung sind wir gegen sieben verschiedene Überwachungsunternehmen vorgegangen“, heißt es in der Pressemitteilung des Konzerns.

„Sie haben Dienstleistungen in allen drei Phasen der Überwachungskette erbracht, um im Namen ihrer Kunden wahllos Menschen in über 100 Ländern anzugreifen. Diese Anbieter haben ihren Sitz in China, Israel, Indien und Nordmazedonien.“

Die Ergebnisse hätten die Meta-Mitarbeiter mit Sicherheitsforschern, anderen Plattformen und politischen Entscheidungsträgern geteilt, damit sie geeignete Maßnahmen ergreifen könnten, so das Unternehmen.

Die Unternehmensvertreter fügten hinzu, dass sie rund 50.000 Menschen weltweit alarmiert hätten, die sie für Opfer von bösartigen Aktivitäten hielten.

Während die „Cyber-Söldner“ oft behaupten würden, dass ihre Dienste nur auf Kriminelle und Terroristen abzielen würden, seien die Unternehmensmitarbeiter zu dem Schluss gekommen, dass die Angriffe tatsächlich wahllos erfolgt und Journalisten, Dissidenten, Kritiker autoritärer Regimes, Familien von Oppositionellen und Menschenrechtsaktivisten getroffen hätten.

Die globale Branche der Überwachungsunternehmen nimmt laut Meta Menschen über das Internet ins Visier, um Informationen zu sammeln, sie weiterzugeben und die Besitzer von Geräten und Konten zu kompromittieren. Diese Unternehmen seien Teil einer Branche, die jedem Kunden wahllos Softwaretools und Überwachungsdienste aufdränge – unabhängig davon, an wen sie sich wenden oder welche Menschenrechtsverletzungen sie ermöglichen. Die Branche „demokratisiert“ ihre Bedrohungen und stellt sie Regierungs- und Nichtregierungsgruppen zur Verfügung, die sonst nicht über diese Möglichkeiten verfügen würden.

Dem Facebook-Mutterkonzern wird aber auch immer wieder vorgeworfen, ein „unverantwortliches System“ entwickelt zu haben, das bestimmte Gemeinschaften unverhältnismäßig bestraft. Die Nachahmung der Regierungssanktionen, die vielmehr dazu dienen sollen, internationale Gegner zu bestrafen als die „Gefährlichkeit“ zu bestimmen, hatte dazu geführt, dass Organisationen wie die „Iran Tractor Manufacturing Company“ und der in Großbritannien ansässige „Palestinian Relief and Development Fund“ als „zu gefährlich für eine freie Diskussion“ auf Facebook angesehen werden. Die beiden stehen auf der Liste der Terrororganisationen neben der somalischen Terrormiliz „al-Shabab“.

Außerdem wird Facebook dafür kritisiert, Informationsleaks zu verursachen, da private Informationen immer öfter ins Netz durchsickern."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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