Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten IT/Computer Drohne legt vor Engstellen die Rotoren an

Drohne legt vor Engstellen die Rotoren an

Archivmeldung vom 14.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wandlungsfähige Drohne passiert eine Engstelle ohne Probleme.
Wandlungsfähige Drohne passiert eine Engstelle ohne Probleme.

Bild: uzh.ch

Eine Drohne, die ihre Rotoren anlegt, wenn sie durch ein zu kleines Loch schweben will. Das haben Forscher der Universität Zürich zusammen mit Kollegen der Eidgenössischen Technische Hochschule Lausanne (EPFL) entwickelt. Vorbild waren Vögel, die ihre Flügel anlegen, wenn sie eine Engstelle passieren. Gedacht ist die Spezialdrohne für Rettungseinsätze. Sie kann nach einem Erdbeben ins Innere von Trümmern fliegen, um vermisste Personen zu finden.

Komplizierte Steuerelektronik

Wie bei Vögeln verstellt die Drohne ihre Rotoren kurz vor der Engstelle, schwebt hindurch und nimmt ihre ursprüngliche Gestalt wieder an, wenn der Platz es zulässt. "Unsere Lösung ist von der Mechanik her gesehen ziemlich einfach", sagt Davide Falanga, Roboterforscher an der Universität Zürich. Die Kunst sei es gewesen, die Drohne so zu konstruieren, dass sie selbstständig ihre Rotoren einklappt, wenn sie an einen Engpass kommt.

"Unsere wandlungsfähige Drohne kann unterschiedliche Gestalten annehmen, je nachdem, wohin sie fliegt", so EPFL-Forscher Stefano Mintchev. Normalerweise bilden die Rotorarme ein "X". Vor dem Passieren von Engstellen verändern sie sich kontinuierlich, bis sie im Extremfall ein "H" bilden. Auch die "O"-Stellung sei möglich. Dazu legen sich die Arme eng an den Körper an. Die Rotoren drehen sich ständig weiter, sodass die Drohne weiterfliegt, allerdings nicht mehr so stabil in der Luft liegt wie mit Rotoren in Normalstellung.

Komplette Autonomie als Ziel

Noch ist die wandlungsfähige Drohne auf Steuerbefehle von außen angewiesen. Das soll sich jedoch ändern. Sie soll künftig völlig autonom fliegen. "Unser Endziel ist es, die Drohne so auszurüsten, dass sie Befehle versteht", erklärt Falanga abschließend. Der Befehl könnte so aussehen: "Fliege in dieses Gebäude und inspiziere alle Räume und kehre dann zurück."

Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

Anzeige:
Videos
NHS 3.0
Das Universalgenie, die NHS 3.0
Bild: CC0 / Pixabay
NoFap, ein lohnenswertes Ziel?
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:

Anzeige