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Datenschutz-Beschwerde gegen neue Google-Suche

Archivmeldung vom 14.01.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.01.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Google-Suche: erntet Kritik. Bild: pixelio.de, Alexander Klaus
Google-Suche: erntet Kritik. Bild: pixelio.de, Alexander Klaus

Die am Dienstag angelaufene Integration von Inhalten aus dem konzerneigenen sozialen Netzwerk in die Google-Suche stößt auf Widerstand. In den USA hat das Electronic Privacy Information Center (EPIC) Beschwerden gegen Google wegen Ausnutzung der Marktmacht und mangelndem Datenschutz eingereicht. Die Änderung an der Suche verursacht auch bei vielen Usern Kopfschütteln. "Google muss aufpassen. Änderungen an der Suche, dem Kerngeschäft des Unternehmens, können Nutzer verärgern. Um gegenüber Facebook bestehen zu können, braucht Google Innovationen und keine Brechstange", sagt Georg Markus Kainz von Quintessenz http://quintessenz.at gegenüber pressetext.

Die digitale-Bürgerrechtsorganisation EPIC hat in einem Brief an die Federal Trade Commission Bedenken an der geänderten Google-Suche angemeldet. In dem Schreiben werden US-Behörden dazu aufgerufen, die Neuerung genau unter die Lupe zu nehmen. Vor allem der Umstand, dass private Informationen von Usern ohne deren Einverständnis durchsuchbar sind, macht EPIC zu schaffen. "Soziale Netzwerke sind Werkzeuge zur privaten Kommunikation. Solche Inhalte haben in öffentlichen Suchergebnissen nichts zu suchen. Sonst geht wieder ein Stück Privatsphäre im Netz verloren. Wir brauchen Regeln, damit Privatkommunikation im Internet auch von Konzernen geschützt wird", so Kainz.

Neben Datenschutzfragen sorgt sich EPIC auch um die Marktmacht von Google. Die prominente Integration der Google+Ergebnisse verschafft dem Suchmaschinengiganten einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Twitter hat seinen Unmut darüber bereits geäußert. Google entgegnet, dass Ergebnisse aus konkurrierenden sozialen Netzwerken deshalb nicht angezeigt werden, weil Google nur ungenügenden Zugang zu diesen Inhalten hat. "Das ist nur eine Show mit Scheinargumenten. In Wahrheit prügeln sich hier einige Giganten um Marktmacht", sagt Kainz.

Mehr Konkurrenz

Dass Google mit allen Mitteln versucht, sein Produkt voranzubringen, kann man dem Unternehmen kaum vorwerfen. Die marktbeherrschende Rolle der Google-Suche beim Navigieren im Internet verleitet dazu, eine gewisse Neutralität zu erwarten. "Die einzige Möglichkeit, ein gewisses Maß an Unabhängigkeit zu garantieren, wären neue Regelungen. Ein Verbot des simultanen Betriebs von Suchmaschinen und Plattformen, die Inhalte generieren, könnte helfen. Ansonsten ist gesunde Konkurrenz das einzige Regulativ. Es liegt in der Hand der User, die Monopolstellung von Google zu auszugleichen. Die Bequemlichkeit der Nutzer und die große Macht der Standardeinstellung machen einen Massenaustritt aber unwahrscheinlich", erklärt Kainz.

Quelle: www.pressetext.com/Markus Keßler

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