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Flash-Speicher überlebt Flugzeugabsturz meist

Archivmeldung vom 13.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Petit_louis, flickr.com
Bild: Petit_louis, flickr.com

Elektronische Geräte wie Smartphones sind nach einem Flugzeugabsturz zwar meist Schrott, doch der darin enthaltene Flash-Speicher übersteht die Katastrophe eigentlich oft. Das hat eine Studie der Binghamton University ergeben. Meist ist es demnach möglich, sie mithilfe metallischer Tinte wieder auslesbar zu machen. Da die Chips oft Aufnahmen aus den letzten Momenten vor dem Crash enthalten, könnte das die Suche nach Ursachen erleichtern.

Nach einem Flugzeugabsturz sind auch Elektronikgeräte von Passagieren potenzielle Spuren bei der Ursachenforschung. Denn sie könnten Aufnahmen mit Hinweisen darauf enthalten, was wirklich passiert ist. Doch aufgrund starker mechanischer Belastung und heißer Brände, die mit einem Crash einhergehen, sind die Geräte oft Müll. Doch das gilt nicht unbedingt für die eigentlichen Flash-Speicher, so die Forscher. "Die größte Überraschung war, wie viel Misshandlung diese Geräte aushalten, ehe sie nicht mehr funktionieren", meint Steve Cain, Forscher am Integrated Electronics Engineering Center der Binghamton University.

Die Forscher konnten beispielsweise zeigen, dass zwar Plastikbeschichtungen nach etwa drei Stunden bei Temperaturen von über 300 Grad Celsius den Geist aufgeben. Die eigentlichen Speicherchips aber bleiben prinzipiell lesbar. "Die Datenintegrität blieb sogar bei einer Plasmaentladung erhalten", meint Cain. Wenn ein Gerät nicht wirklich abfackelt, dürften die Daten auf Flash-Chips also meist überleben. "Das Problem ist, das die Kontakte zu den Speicherchips kaputt sein könnten, was ein Auslesen verhindert." Und dieses Problem ist oft lösbar.

Metall-Tinte hilft

Das Team hat als Teil seiner Studie Speichergeräte absichtlich beschädigt und dann die eigentlichen Speicherchips mit verschiedenen Mitteln wie Säure, Lasern, Plasma oder mechanischem Polieren herausgeholt. Die mechanische Extraktion war am einfachsten, die mit Lasern am effektivsten - doch allen war gemein, dass sie feine Drähte beschädigen und somit die Speicherchips zunächst unlesbar machen.

"Es ist möglich, die Verbindungen von Flash-Speichermodulen zu reparieren, sofern der Chip intakt ist", betont jedoch Cains Team. Das gelingt mithilfe einer speziellen metallischen Tinte aus einem Präzisionsdrucker. Die Daten können dann also ausgelesen werden. "Diese Ergebnisse erweitern die investigativen Möglichkeiten bei Luftfahrtunglücken, weil die Daten und nicht die Geräte entscheidend sind", schließen daher die Forscher.

Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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