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Expertengremium warnt vor Überregulierung der Digitalwirtschaft

Archivmeldung vom 13.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bürokratie = „Herrschaft der Verwaltung“ oder eine Herrschaftsform, in der Beamten die Herrschaft ausüben
Bürokratie = „Herrschaft der Verwaltung“ oder eine Herrschaftsform, in der Beamten die Herrschaft ausüben

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Beirat Junge Digitale Wirtschaft (BJDW), der das Bundeswirtschaftsministerium in Digitalfragen berät, warnt vor zu viel Regulierung. In einem Positionspapier für das Ministerium, über welches das "Handelsblatt" berichtet, kritisiert der Beirat etwa eine derzeit diskutierte Einschränkung von Unternehmensverkäufen, die den Aufkauf deutscher Start-ups durch ausländische Investoren verhindern soll. Der BJDW fordert statt einer Regulierung mehr steuerliche Anreize für den Kauf von Start-ups durch die etablierte Industrie.

"Es wird derzeit zu stark auf die großen Internetkonzerne aus den USA geschaut und wie diese durch Regulierung gezähmt werden können", sagte Tobias Kollmann, Vorsitzender des BJDW und Inhaber des Lehrstuhls für E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen. "Wir halten das für den falschen Ansatz." In seinem Positionspapier spricht sich der Beirat, der unter anderem aus Gründern und jungen IT-Unternehmern aus der Start-up-Szene besteht, auch für flexiblere Arbeitszeitregeln und mehr Regeln für den Verkauf von Kryptowährungen aus. Am Mittwoch und Donnerstag trifft sich das Bundeskabinett erstmalig zur Digitalklausur in Potsdam. Kollmann stellt der Bundesregierung für ihre bisherige Arbeit ein ungenügendes Zeugnis aus. "Es kümmern sich in der Bundesregierung zwar mehr Leute um die Digitalisierung, wirklich nach vorne hat uns das aber noch nicht gebracht", sagte Kollmann. Das Thema habe immer noch nicht die Priorität, die es haben sollte.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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