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Schnellster Hochleistungsrechner einer deutschen Universität steht an der RWTH Aachen

Archivmeldung vom 02.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Das ist CLAIX Bild: Bernd Klass
Das ist CLAIX Bild: Bernd Klass

Die RWTH hat am Mittwoch, 2. Oktober 2019, im Rahmen eines kleinen Festakts den Hochleistungsrechner "Cluster Aix-la-Chapelle" - kurz CLAIX - eingeweiht. Das Projekt wurde gemeinschaftlich von der Aachener Hochschule, ihrem IT-Center und der Aachener Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW (BLB NRW) realisiert.

Bund und Land Nordrhein-Westfalen haben die Einrichtung von CLAIX insgesamt mit rund 22 Millionen Euro gefördert. Die Gelder wurden im Rahmen des Programms "Forschungsbauten und Großgeräte" vergeben und kommen zu gleichen Teilen von Bund und Land. An der Einweihung im IT Center der RWTH nahmen Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Thomas Rachel MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Marcel Philipp, Aachener Oberbürgermeister, Professor Ulrich Rüdiger, Rektor RWTH Aachen, Marcus Hermes, Geschäftsführer Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW und Professor Matthias Müller, Leiter IT Center der RWTH, teil.

"Mit CLAIX steht der aktuell schnellste universitäre Hochleistungsrechner Deutschlands in Nordrhein-Westfalen. Der neue Rechner, der gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich betrieben wird, bietet eine herausragende Forschungsinfrastruktur und wird entscheidend dazu beitragen, die führende Position der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich in den Bereichen Simulation, Datenanalyse und High Performance Computing weiter auszubauen", sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

"Spitzenforschung braucht hervorragende Bedingungen, wie hier in Aachen. Mit dem Superrechner CLAIX werden an der RWTH Aachen das herausragende Arbeitsumfeld und die Strukturen für das High Performance Computing erheblich erweitert. CLAIX ist ein neues Aushängeschild für den Hochleistungsrechenstandort Aachen und darauf sind wir stolz", sagte Forschungsstaatssekretär Rachel.

2.400 Kilowatt innovative Wasserkühlung

Zur Unterbringung des Hochleistungsrechners hat der BLB NRW ehemalige Nutzflächen im Gebäude bei laufendem Betrieb zu einem 400 Quadratmeter großen Serverraum mit Technikflächen umgebaut. Etwa die Hälfte der Fläche ist mit einem Schwerlastdoppelboden zur Aufnahme der Serverracks ausgestattet und trägt eine Punktlast von 15 Kilonewton. Das entspricht einer Gewichtskraft von etwa 1.500 Kilogramm auf jeder Stütze.

Für die Abfuhr der Rechnerwärme sorgt eine umweltfreundliche und innovative direkte Was-serkühlung der Rechner mit insgesamt 2.400 KW Kälteleistung. Dadurch ließ sich die Leistung der Luftkühlung im Serverraum um rund 90 Prozent reduzieren. "Mit der Unterbringung des CLAIX haben wir die notwendige Infrastruktur für Forschungsvorhaben der Spitzenklasse geschaffen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz geleistet - eine tolle Leistung aller Beteiligten", sagte BLB-Geschäftsführer Marcus Hermes.

Deutschlands leistungsstärkster universitärer Rechner

Mit CLAIX-2018 erhält die RWTH einen Hochleistungsrechner der nationalen Spitzenklasse, der sowohl allen aktuellen Nutzenden als auch neu aufkommende Anwendungsklassen einen Standortvorteil bietet. Im Januar 2019 wurde er um 221 zusätzliche Rechenknoten erweitert, die sich speziell für die Nutzung in der Lehre und kleine Forschungsprojekte eignen. Für spezielle Anwendungen - wie die Analyse großer Datenmengen oder das maschinelle Lernen - werden zusätzlich 48 Rechenknoten mit jeweils zwei Volta-GPUs angeboten.

"Der Hochleistungsrechner CLAIX ist für die RWTH Aachen von zentraler und integraler Bedeutung", so RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger. "Als wichtiges Forschungsgroßgerät für Simulation und Data Science fördert er nicht nur die Weiterentwicklung unserer Profilbereiche, sondern stärkt auch die Zusammenarbeit zwischen dem Forschungszentrum Jülich und der RWTH Aachen. Durch die neu geschaffene Infrastruktur wird der Schwerpunkt 'High Performance Computing' (Computersimulation mit Hochleistungsrechnern) in besonderem Maße von dem schnellsten Rechner einer deutschen Universität profitieren können."

Quelle: BLB Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (ots)

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