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Internetpiraten schaden Musikindustrie nicht

Archivmeldung vom 18.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Pirat: Filesharer kaufen mehr Musik als angenommen. Bild: flickr.com/fuzzcat
Pirat: Filesharer kaufen mehr Musik als angenommen. Bild: flickr.com/fuzzcat

Der Anteil von gekaufter Musik ist bei Musikpiraten deutlich höher als die Urheberschützer oft behaupten. Laut der Studie "Copy Culture in the US and Germany" des Instituts American Assembly der Columbia University tragen die von Abmahnwellen verfolgten Filesharer wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg der Musikindustrie bei.

"Diese Studie bestätigt unsere Annahmen, wonach der Umsatzrückgang der letzten Jahre nicht durch das Internet verursacht wurde, sondern durch die Musikindustrie selber. Das Internet wurde von dieser sträflich vernachlässigt", sagt Ole Seelenmayer Vorstand des Deutschen Rock- & Pop Musikerverbandes, gegenüber pressetext. Der Fachmann kritisiert zudem die Geschäftsmodelle von einigen deutschen Anwälten, "die mit dem Abmahnen von Internet-Nutzern Geld verdienen".

Filesharer besitzen im Durchschnitt 1979 digitale Musikstücke, davon wurden 473 von Portalen wie Piratebay heruntergeladen, 427 wurden von Freunden oder Familienmitgliedern kopiert, 319 von Tonträgern gerippt und 760 gekauft. Wesentlich geringer fällt der Anteil von gekaufter Musik bei Menschen aus, die im Internet keine MP3s herunterladen. Von durchschnittlich 1.264 Musikdateien wurden lediglich 582 auf legalen Musik-Portalen erworben.

Teilen im Vertrauenskreis

"Wir haben herausgefunden, dass der Anteil von Musikstücken, die im Freundschafts- und Familienkreis geteilt werden, mit dem Anteil von illegaler Musik vergleichbar ist. Das wird noch deutlicher, wenn wir den Nutzer betrachten und nicht die Musiksammlung. Der Großteil der Menschen bezieht seine Musik im engeren Vertrauenskreis", schreiben die Forscher in ihrer Arbeit.

Für die Studie wurden 2.300 Erwachsene zu ihrem Verhalten beim Kauf von Musik im Internet befragt. Es wurde auch der deutsche Markt untersucht, der sich vom amerikanischen kaum unterscheidet. Allerdings sei die Datenlage in Deutschland dünn, angesichts dessen, dass nur vier Prozent oder 39 Prozent der Umfrageteilnehmer zugeben, dass sie ihre Musik auf Filesharing-Portalen herunterladen.

Abschließend schreiben die Wissenschatler, dass der Höhepunkt des Filesharings noch lange nicht erreicht ist: "Bestimmt nicht. Es werden noch viele Gigabytes von Musiksammlungen über das Internet geteilt werden."

Quelle: www.pressetext.com/Peter Oslak

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