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Server-Schlacht: Intel startet Acht-Kern-CPUs

Archivmeldung vom 31.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Nehalem-EX-Wafer: x86-Chips attackieren RISC-Markt. Bild: Intel
Nehalem-EX-Wafer: x86-Chips attackieren RISC-Markt. Bild: Intel

Intel hat mit der Chip-Reihe Xeon 7500 seine neuesten Server-Prozessoren vorgestellt. Zum Start der Nehalem-EX-CPUs mit bis zu acht Kernen verweist das Unternehmen auf 20 neue Benchmark-Weltrekorde, um die Leistungsfähigkeit zu unterstreichen. Die Ankündigung folgt nur einen Tag nach AMDs Vorstellung der ersten Zwölf-Kern-Prozessoren für den Server-Massenmarkt. Die Opteron-6000-Serie soll mit einem starken Preis-Performance-Verhältnis punkten.

Zwar betont auch Intel, dass sich Zwei-Chip-Plattformen Xeon-7500-Prozessoren ideal für speicherintensive Datenbanken und virtualisierte Umgebungen eigenen würden. "Die Kundensegmente, auf die abgezielt wird, sind doch etwas unterschiedlich. Der Xeon ist weniger Mainstream-orientiert und wird voraussichtlich bei den anspruchsvollsten Installationen seinen Platz finden", meint aber Giorgio Nebuloni, Senior Research Analyst für x86-Server bei IDC, im Gespräch mit pressetext. S

Skalierbar bis zum Angriff auf RISC-Server

Obwohl Intel zum Start seiner neuen Chips mit Benchmark-Weltrekorden nicht zuletzt bei Zwei- und Vier-Prozessor-Systemen wirbt, zielt das Unternehmen offenbar eher auf High-End-Anwendungen ab. Dabei sollen sie mit hoher Zuverlässigkeit und Ausfallssicherheit punkten. Beispielsweise wird Intel zufolge mit Partnern an hochleistungsfähigen 16-Prozessor-Systemen für große Unternehmen gearbeitet.

Skalierbar sind Xeon-7500-Systeme sogar auf bis zu 256 Prozessoren. Entsprechende "Superrechner" mit 16 Terabyte Speicher sollen für High-Performance-Computing- Anwendungen dienen. "Intel zielt damit auf das untere Ende des RISC-Markts ab", meint Nebuloni. Das unterstreicht etwa die Tatsache, dass Intel bei den Chips eine Funktion zur Wiederherstellung eines Systems nach schwerwiegenden Fehlern bietet, die es bisher nur bei Prozessoren in RISC-Architektur gab.

Kampf um schlanke Server

Der Opteron 6000 dagegen ist für den Analysten ein Schritt in die andere Richtung. AMD, das bislang eher im High-End-x86-Servermarkt tätig war, greife damit nun nach dem Zwei-Prozessor-Servermarkt, der rund drei Viertel des x86-Servermarkts ausmache. "Der Opteron 6000 ist preislich sehr interessant", meint der Analyst. Er konkurriere eher mit Intels Mitte März vorgestellten Westmere-EP-Chips und etwaigen weiteren Westmere-Prozessoren, die dises Jahr noch erscheinen mögen.

Quelle: pressetext.deutschland (Thomas Pichler)

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