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"LegalFling": App legt einvernehmlichen Sex fest

Archivmeldung vom 12.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Neue Anfrage von Jake: App organisiert Sexleben. Bild: legalfling.io
Neue Anfrage von Jake: App organisiert Sexleben. Bild: legalfling.io

Die App "LegalFling" bietet ihren Nutzern die Möglichkeit, die Zustimmung für einvernehmlichen Sex auf Knopfdruck zu erteilen und gegebenenfalls zu widerrufen. In der Anwendung lässt sich ein detaillierter Vertrag über gemeinsamen Geschlechtsverkehr erstellen, bei dem unter anderem Kriterien wie Filmdreh, Verhütung und Küssen gewählt oder ausgeschlossen werden können.

Bindende Vereinbarung treffen

Auf der Website der Anwendung ( http://legalfling.io ) heißt es: "Sex sollte nicht nur Spaß machen, sondern auch für alle sicher sein." Aus diesem Grund wollen die Entwickler mit der App die Möglichkeit bieten, vor dem Geschlechtsverkehr genau festzuhalten, was erlaubt ist und was nicht. Die App benachrichtigt Nutzer, dass sie eine Anfrage über einvernehmlichen Sex erhalten haben. Nachdem ein User auf "Bestätigen" geklickt hat, hat er eine rechtlich bindende Vereinbarung getroffen.

Wenn ein Nutzer irgendwann den Vertrag verletzt, kann dieser im schlimmsten Fall sogar vor Gericht landen. Eine Zustimmung lässt sich jedoch zu jedem Zeitpunkt wieder rückgängig machen. Über einen solchen Schritt wird der im Vertrag stehende Sexualpartner dann ebenfalls via LegalFling benachrichtigt. Beim Zusammenstellen eines Vertrages gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, aus denen gewählt werden kann: von BDSM über das Drehen von Sex-Tapes bis hin zur Entscheidung, ob mit oder ohne Kondom.

Datenschutz durch Kryptografie

Laut den Entwicklern müssen sich User nicht um ihre sensiblen Daten sorgen, denn jeder Vertrag sei von Blockchains abgesichert. Das sind erweiterbare Listen von Datensätzen, die durch kryptografische Verfahren miteinander verkettet sind. Damit wird beispielsweise auch die Kryptowährung Bitcoin geschützt. Apple und Google müssen LegalFling noch genehmigen, damit die Anwendung in den Stores zum Download bereitstehen kann.

Quelle: www.pressetext.com/Sabrina Manzey