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Saudi-Arabien: 4500-jähriges Netzwerk von „Gräberstraßen“ freigelegt

Archivmeldung vom 18.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Bild: Screenshot Twitter
Bild: Screenshot Twitter

In Saudi-Arabien ist ein riesiges 4500 Jahre altes Netz von den sogenannten „Gräberstraßen“ freigelegt worden, das von gut erhaltenen Gräbern aus der Bronzezeit gesäumt ist. Eine entsprechende Studie wurde von Forschern an der University of Western Australia durchgeführt. Dies schreibt das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen: "Die Archäologen stellten fest, dass Menschen, die in der frühen bis mittleren Bronzezeit in Nordwestarabien gelebt hatten, „Gräberstraßen“ bauten – lange Korridore, die Oasen und Weiden verbanden und von Tausenden kunstvollen Grabdenkmälern gesäumt waren.

In einem neuen Artikel beschreiben die Forscher die Anordnung von rund 18.000 Gräbern, die sich über Tausende Kilometer in den saudi-arabischen Landkreisen Al-Ula und Khaybar erstrecken. Sie bestehen aus kleinen Steinhaufen, die in kunstvollen Formen angeordnet sind und die Stelle markieren, an der entweder einzelne Personen oder kleine Gruppen begraben wurden, sagten die Experten.

Die Bestattungen werden als „hängende” Gräber bezeichnet, weil sie kreisförmigen Schmuckstücken ähneln, die an einer Kette befestigt sind.

Vermutlich wurden die Gräber als Denkmäler oder für andere, noch unklare symbolische oder rituelle Zwecke errichtet.

Das Team um den Hauptautor der Studie, Dr. Matthew Dalton von der School of Humanities der University of Western Australia, nutzte Satellitenbilder, helikoptergestützte Luftaufnahmen, Bodenuntersuchungen und Ausgrabungen, um die Gräberstraßen zu lokalisieren und zu analysieren.

Gräberstraßen waren laut Dalton die wichtigsten Fernstraßennetze ihrer Zeit. Ihre Existenz zeigt, dass die vor 4500 Jahren auf der Arabischen Halbinsel lebenden Völker sozial und wirtschaftlich stärker miteinander verbunden waren als bisher angenommen.

Gräberstraßen für Verkehr zwischen Oasen

Die größte Zahl der Denkmäler habe sich in der Nähe von permanenten Wasserquellen befunden, so die Archäologen.

Die Richtung der Gräberstraßen deutet laut den Forschern darauf hin, dass Völker sie nutzten, um zwischen den Hauptoasen zu reisen. Die kleineren Straßen befanden sich auf dem Weg zu nahe gelegenen Weiden, die während der Regenzeiten für Haustiere gebraucht worden waren.

Projektleiter Dr. Hugh Thomas unterstrich die Bedeutung der Entdeckung:

„Archäologische Funde aus diesen Regionen haben das Potenzial, unser Verständnis der frühen Geschichte des Nahen Ostens grundlegend zu verändern.“

Solche Gräberstraßen würden laut Experten ermöglichen, antike Gesellschaften und ihre Bestattungstraditionen besser zu rekonstruieren."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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