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Rembrandts Geheimnis entdeckt: Forscher enthüllen ursprüngliche Skizze unter Gemälde „Die Nachtwache“

Archivmeldung vom 09.12.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.12.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Bild: Screenshot Twitter
Bild: Screenshot Twitter

Unter dem berühmten Gemälde „Die Nachtwache“ des niederländischen Meisters Rembrandt van Rijn ist eine Skizze entdeckt worden, die die frühe Komposition von dem Gemälde enthüllt. Das teilte das Rijksmuseum auf seiner Webseite am Mittwoch mit.

Beim russischen online Magazin "SNA News" ist auf der deutschen Webseite weiter zu lesen: "Nach einer zweieinhalbjährigen Arbeit gab das Museum den Fund endlich bekannt. Zur Erforschung des Meisterwerks vom Jahr 1642 wurden die fortschrittlichsten Bildgestaltungstechniken und Computertechnologien verwendet. Dadurch wurde eine beispiellose Datenmenge produziert, die ein erheblich verbessertes Verständnis des Entstehungsprozesses und des aktuellen Zustandes des Gemäldes ermöglicht.

„Die Entdeckung der Skizze stellt einen Durchbruch in dieser Forschung dar. Wir haben immer vermutet, dass Rembrandt eine Skizze auf der Leinwand gemacht haben muss, ehe mit dieser unglaublich komplexen Komposition zu beginnen, aber wir hatten keine Beweise“, sagte der Direktor des Rijkmuseums, Taco Dibbits.

Rembrandt muss lange nach der idealen Komposition für das Gemälde gesucht haben, so die Museumsvertreter weiter. Es habe mehrere Modifikationen gegeben, es gebe zum Beispiel Hinweise auf das Vorhandensein eines zusätzlichen Schwertes zwischen dem Hauptmann und dem Leutnant, und es sei klar, dass Rembrandt ursprünglich eine größere Anzahl von Speeren angegeben habe, die über der Gesellschaft ragen würden.

„Jetzt können wir besser unter die Farbenoberfläche blicken als je zuvor, und nun haben wir den Beweis, der uns erstmals ein echtes Verständnis gibt, wie das Gemälde gemacht wurde. Es ist faszinierend, Rembrandt auf der Suche nach der richtigen Zusammensetzung zu sehen. Wir haben die Entstehung der 'Nachtwache' entdeckt“, so Dibbits.

„Jedes neue Detail gibt uns einen anderen Einblick in den kreativen Prozess von Rembrandt: seine ursprüngliche Idee, seine Denkprozesse und seine Material- und künstlerische Wahl,“ erklärte Petria Noble, die Leiterin der Abteilung für die Gemäldekonservierung.

Ihr zufolge wird damit ein neuer Standard für die Forschungsarbeiten in der Malerei gesetzt. Man könnte nun weitere Gemälde Rembrandts mit anderen Augen betrachten – man wisse jetzt, was man suchen sollte.

Die Technologien brachten viel Licht in den Zustand des Gemäldes. An vielen Stellen ist die Farbe noch in einem ausgezeichneten Zustand, der reich verzierte Mantel von Willem van Ruytenbursch ist ein gutes Beispiel. Andere Bereiche sind aber in einem schlechten Zustand, was zum Teil auf viele Arbeiten am Gemälde im 17. Jahrhundert zurückzuführen ist.

Das Gemälde wird nächsten Monat neu gedehnt, um die „Kräuselungen“ in der oberen linken Ecke zu beseitigen. Diese bildeten sich Anfang des 21. Jahrhunderts, als das Gemälde zeitweise in eine andere Galerie verlegt worden war, wo es Temperaturschwankungen gegeben hatte.

„Die Nachtwache“, im Rijksmuseum als Dauerleihgabe der Stadt Amsterdam mit dem Untertitel „Offiziere und andere Schützen des Bezirks II in Amsterdam, unter Führung von Hauptmann Frans Banninck Cocq und Leutnant Willem van Ruytenburch“ ausgestellt, ist ein Gemälde des niederländischen Malers Rembrandt van Rijn. Das 1642 fertiggestellte Werk für die Amsterdamer Büchsenschützengilde gilt als Hauptwerk Rembrandts. Es ist ein Höhepunkt des Genres der holländischen Gruppenporträts.

„Die Nachtwache“ ist nicht nur eines der bedeutendsten Objekte des nationalen Kulturerbes der Niederlande, sondern eines der bekanntesten Gemälde der Welt. Als solches ist es seit Generationen ein Objekt kulturhistorischer Forschung."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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