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Auf der Suche nach Grab von Dschingis Khan

Archivmeldung vom 23.03.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.03.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
40 m hohes Reiterstandbild des Dschingis Khan in Zonjin Boldog, 54 km östlich von Ulan Bator
40 m hohes Reiterstandbild des Dschingis Khan in Zonjin Boldog, 54 km östlich von Ulan Bator

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Wissenschaftler aus vielen Ländern der Welt stellen Dutzende Jahre lang verschiedene Ideen auf, wo nach dem Grab des ersten Großkhans der Mongolen Dschingis Khan gesucht werden soll. Jetzt berichtet Olga Pawlowitsch bei Radio "Stimme Russlands" über eine neue Hypothese.

Im Beitrag heißt es weiter: "Die Version des Forschers aus Kasachstan Wladimir Oskolkow wird im Internet als eine Sensation bezeichnet. Seine Hypothese basiert auf der Legende über eine Tausend Reiter, die mit den Hufen ihrer Pferde den Bestattungsort vom Khan einebneten und nach ihrer Rückkehr sofort hingerichtet wurden, damit sie den genauen Ort niemandem verraten konnten. Dies sollte in einer menschenleeren Gegend geschehen. Der Beschreibung entspricht die Ridder-Senke, die sich im Altai in Ostkasachstan befindet. Oskolkow unterstreicht, dass in dieser senke Spuren des Urmenschen entdeckt wurden. In den späteren Zeiten lebte dort niemand. Der Experte aus Kasachstan behauptete, dass der Gründer des Mongolischen Reichs den Altai als seinen möglichen Bestattungsort selber erwähnt hatte.

Russische Orientalisten zeigen eine mäßige Reaktion auf diese Hypothese. Einer der führenden russischen Experten für die Mongolei, der habilitierte Doktor der Geschichtswissenschaften Wladimir Graiworonskij meint, dass sein kasachischer Kollege dadurch berühmt werden will:

„Dschingis Khan ist zurzeit so populär, dass viele Forscher nach Sensationen suchen, die mit seinem Namen zusammenhängen. An der Frage über sein Grab wurde so viel gearbeitet, dass die letzte Version über den Altai kaum glaubwürdig erscheint. Es geht hier nur um eine der Hypothesen, die wahrscheinlich mit keinen Anhängern in der Mongolei und unter den Experten für die Mongolei aus anderen Ländern rechnen wird. Der Autor kann natürlich seine Version beweisen, aber um eine richtige Entdeckung handelt es sich nicht. “

Bisher hat niemand etwas entdeckt. Es gibt nur Versionen und Vermutungen. Mongolen meinen, dass das Grab ihres Ahnen auf dem Berg Burchan Chaldun nördlich der kasachischen Hauptstadt Ulaanbaatar liegt. Chinesische Wissenschaftler sind sicher, dass sein Bestattungsort sich auf dem chinesischen Boden befindet, nahe der mongolisch-chinesischen Grenze vor den Altai-Bergen, weil der große Khan während einer Strafexpedition gegen die Tanguten starb. Russische Forscher denken, dass Dschingis Khan auf dem Territorium der heutigen Republik Tuwa begraben wurde, da es seine angestammte Heimat ist. Ausgegraben wird diese Gegend jedoch nicht. Wladimir Graiworonskij sagt:

„Die meisten Mongolen wollen laut ihren Traditionen die Asche des großen Ahnen nicht beunruhigen. In der Geschichtsliteratur wird sein Bestattungsort nicht angegeben, was auch kein Zufall ist. Der Name von Dschingis Khan gilt als heilig und die Suche nach seinem Grab ist verboten.“

Forscher aus der Mongolei, Russland, China und Kasachstan haben viele Hypothesen über einen möglichen Bestattungsort von Dschingis Khan aufgestellt. Sie werden aber wahrscheinlich nichts mehr als Hypothesen bleiben."

Quelle: Text Olga Pawlowitsch  - „Stimme Russlands"

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