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Insel Amrum: Jahrtausende alter Grabhügel wird ausgegraben

Archivmeldung vom 30.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Archäologische Grabung im Baugebiet Großer Bremsberg (Glücksburg 2017)
Archäologische Grabung im Baugebiet Großer Bremsberg (Glücksburg 2017)

Foto: Soenke Rahn
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Auf der schleswig-holsteinischen Insel Amrum wird ein alter Grabhügel ausgegraben. Der älteste Teil des Hügels könnte aus der Jungsteinzeit – 5500 bis 2200 v. Chr. – stammen. Dies schreibt das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen: "In Norddorf auf Amrum graben Archäologen aktuell einen Tausende Jahre alten Grabhügel aus. Der Hügel sei erstaunlich gut erhalten, sagte Grabungsleiterin Janna Kordowksi vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein der Deutschen Presse-Agentur (DPA). So sei das Grab in der Mitte noch komplett da, mit Steinkreis und verschiedenen Grabkammern. „Das haben wir sonst in der Regel nicht mehr.“ Bisher hätten drei Bauphasen erkannt werden können. Da in der Baulücke im Ort jetzt gebaut werden soll und das Denkmal dadurch zerstört werden würde, graben die Experten den Grabhügel nun vollständig aus.

Dank Lage im Ort besonders gut erhalten

Die älteste Bauphase könnte nach Ansicht der Archäologen sogar älter sein, als zunächst gedacht. Bislang ging man davon aus, dass das zentrale Grab aus einer Steinkonstruktion in der älteren Bronzezeit um 1500 v. Chr. angelegt wurde. „Das älteste Grab stammt wahrscheinlich noch aus der Jungsteinzeit“, zitiert die DPA Kordowski. Darauf deuten Funde, wie Reste einer Keramik, sowie eine Sichelklinge und Bruchstücke aus Flint (Feuerstein) hin.

Eigentlich lag nach Angaben des Landesamtes für Archäologie die Nachricht vor, dass der Hügel bereits 1912/13 abgetragen worden sein soll, insbesondere am östlichen Rand beim Bau des benachbarten Hauses. Nun zeige sich jedoch, dass die Lage im Ortsbereich durchaus zur guten Erhaltung des Grabhügels beigetragen habe. Nach Angaben einer Sprecherin des Landesamtes haben Grabdenkmäler in keinem anderen Gebiet in Schleswig-Holstein in der Landschaft eine so überragende Rolle gespielt, wie auf den nordfriesischen Inseln."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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